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Xiaomi Mi 11 Ultra und Mi 11 Pro vorgestellt

In einem großen Live-Event hat Xiaomi heute das Mi 11 Ultra und das Mi 11 Pro vorgestellt. Vor allem das Ultra reklamiert den Thron als eines der leistungsfähigsten Smartphones aller Zeiten. Und wahrscheinlich zurecht – das Mi 11 Ultra besteht eigentlich nur aus Superlativen. Angefangen beim preisgekrönten Display über den extrem schnell ladenden Akku bis hin zum größten Bildsensor, der je in einem Handy eingebaut wurde. Und das Beste ist: Das Mi 11 Ultra wird weltweit verfügbar sein.

Xiaomi Mi 11 Ultra

Der angesprochene Bildsensor hört auf den Namen Samsung ISOCELL-GN2 und feiert sein Debüt im Mi 11 Ultra. Mit 1/1,12 Zoll ist er der größte Sensor, der jemals in einem Massenmarkt-Handy verbaut wurde. Da die Auflösung aber nur bei 50 Megapixeln liegt, sind diese Pixel mit 1,4 µm schon ziemlich groß, bevor überhaupt ein Binning stattgefunden hat. Das unterstützt der GN2 aber natürlich auch. Nach einem 4-in-1-Binning liegt die effektive Pixelgröße bei riesigen 2,8 µm. Optische Bildstabilisierung (OIS) ist selbstverständlich auch an Bord. Und eine Technologie namens Dual Pixel Pro, die Geschwindigkeit und Genauigkeit des Autofokus verbessern soll. Es gibt auch Smart ISO Pro, mit dem HDR-Fotos ohne Verzögerung aufgenommen werden können.

Die beiden anderen Kameras auf der Rückseite des Mi 11 Ultra sind nicht weniger beeindruckend. Das Periskop-Objektiv bietet 5x optischen und 10x Hybrid-Zoom. Der zugehörige Sony IMX586-Sensor löst 48 Megapixel auf 1/2,0 Zoll auf. Die Pixel messen vor dem Binning 0,8 µm und danach 1,4 µm. Das ist zwar deutlich kleiner als beim Hauptsensor, für ein Tele-Objektiv aber großartig. Zum Vergleich: Der Tele-Sensor in Samsungs aktuellem Flaggschiff Galaxy S21 Ultra misst gerade mal 1/3,24 Zoll mit 1,22 µm großen Pixeln. Außerdem kann das Xiaomi Mi 11 Ultra 8K-Videos durch das Periskop-Objektiv aufzeichnen, was eine weitere Premiere darstellt. OIS ist auch hier verbaut, das Objektiv hat aber keine besonders helle Blende von 1:4,1.

Auch die Ultra-Weitwinkel-Kamera lässt sich gut in Superlativen beschreiben, zum Beispiel beim sehr großen Bildwinkel von 128 Grad. Der 48 Megapixel-IMX586-Sensor ist der selbe wie beim Periskop. Das Objektiv verfügt über Autofokus, was uns in der Vergangenheit regelmäßig auch bei teuren Smartphones gefehlt hat. Makrofotos sind mit dem Ultrawide ebenfalls möglich, genauso wie 8K-Videos. Außerdem unterstützen alle drei Kameras den Nachtmodus.

Der Akku hat eine Kapazität von 5.000 mAh und stellt mit 67 Watt schnellem kabellosen Laden ebenfalls einen neuen Rekord auf. Schneller geht es per Kabel auch nicht, nach jeweils 36 Minuten ist der Akku komplett geladen. Das Ganze nennt sich „6x Supercharge“: Ein eigener Chip ermöglicht mit einer mehrstufigen Stromregelungstechnologie das kabellose Laden bei bis zu 30 Volt. Andere Geräte versorgt das Mi 11 Ultra mit bis zu 10 Watt.

Das 6,81 Zoll-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1440p+ und Gorilla Glass Victus-Schutz ist schon vom normalen Mi 11 bekannt. Es hat eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hz, ist jedoch nicht adaptiv. Die Abtastrate liegt bei 480 Hz. Auch das Display rangiert in der absoluten Spitzenklasse, was das Testergebnis A+ bei DisplayMate bestätigt. HDR10+ und Dolby Vision-Unterstützung sind ebenfalls integriert. Darüber hinaus ist es sehr genau auf den DCI-P3-Farbraum kalibriert und verfügt über einen Helligkeitsmodus mit 900 Nits. Die maximale Helligkeit liegt bei 1.700 Nits.

Der Snapdragon 888-Chipsatz gehört ebenfalls zu den leistungsfähigsten Smartphone-Komponenten, die man aktuell verbauen kann. Xiaomi hat ein neues dreiphasiges Kühlsystem sowie 12 GB LPDDR5-RAM und 256 GB UFS 3.1-Speicher verbaut. Der Snapdragon 888 verfügt über drei ISPs (Image Signal Processor). Damit kann das Mi 11 Ultra mit allen drei Kameras gleichzeitig aufnehmen. Von Audio-Spezialist Harman Kardon getunte Stereolautsprecher mit Hi-Res Audio-Zertifizierung sorgen für passenden Sound. Leider gibt es keine 3,5 mm-Kopfhörerbuchse. Für drahtlose Kopfhörer ist jedoch Bluetooth 5.2 an Bord. Außerdem kann man sich über Dual-SIM 5G, Wi-Fi 6E, NFC und einen IR-Blaster verbinden.

Die Rückseite des Mi 11 Ultra besteht aus Keramik, was Xiaomi bisher nur bei wenigen Sondermodellen verwendet hat. Die Schutzklasse IP68, eine Premiere beim chinesischen Hersteller, verspricht Schutz vor Staub und Wassereinbruch bei maximal einer halben Stunde in bis zu 1,5 Meter tiefem Wasser. Außerdem findet sich auf der Rückseite das genauso kleine wie spektakuläre zweite Display. Es handelt sich um ein 1,1 Zoll großes AMOLED-Panel mit einer Auflösung von 126 x 294 Pixeln und einer Spitzenhelligkeit von 450 Nits. Es verfügt über einen Always-On-Modus und kann Benachrichtigungen anzeigen oder Anrufe entgegennehmen. Außerdem lässt es sich als Sucher für die Hauptkamera verwenden.

Das Xiaomi Mi 11 Ultra wird weltweit erhältlich sein. In China verfügt das Basismodell über 8 GB RAM und 256 GB Speicher und kostet 6.000 CNY (776 Euro). Für 6.500 CNY (841 Euro) gibt es 12 GB RAM. Das Topmodell verfügt über 12 GB RAM und 512 GB Speicher und kostet 7.000 CNY (905 Euro). Das Ultra wird am 2. April in China in den Handel kommen. Europa soll zeitnah das 12/256 GB-Modell für 1.200 Euro bekommen.

Xiaomi Mi 11 Pro

Xiaomi Mi 11 Pro

Das Xiaomi Mi 11 Pro eröffnete die heutige Show. Es gibt diverse baugleiche Teile zum Ultra. Dazu gehören das 6,81 Zoll-Display, der Snapdragon 888-Chipsatz, der 5.000 mAh-Akku mit Silizium-Sauerstoff-Anodenzelle, die Harman Kardon-Stereolautsprecher und die 20 Megapixel-Selfie-Kamera. Auch die Schutzklasse IP68 teilen sich die beiden Handys. Und die 50 Megapixel-ISOCELL-GN2-Kamera von Samsung, die auch im Mi 11 Pro 8K-Videos aufnimmt.

Xiaomi Mi 11 Pro

Die anderen Kameras unterscheiden sich jedoch. Die Ultra-Weitwinkel-Linse löst nur 13 Megapixel auf. Das Periskopmodul bietet fünffachen optischen und 50x digitalen Zoom und verfügt über optische Bildstabilisierung. Auch die Farboptionen weichen mit Grün, Schwarz und Lila ab. Genau wie die Preise: Das Mi 11 Pro kostet in 8/128 GB 4.999 CNY (647 Euro). Für 8/256 GB gehen 5.299 CNY (685 Euro) über den Tisch und für 12/256 GB 5.699 CNY (737 Euro). Der offizielle Verkauf in China beginnt ebenfalls am 2. April.

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