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Definition: Was ist eine Notch / Waterdrop / Punchhole-Kamera?

Als Notch ist die schwarze Aussparung am oberen Rand von Smartphone-Displays bekannt geworden. Die Notch etablierte sich zu der Zeit, als die Displays immer größer wurden und immer mehr Platz auf der Vorderseite der Smartphones einnahmen. Platz, der früher zum Beispiel in Form eines schwarzen Balkens die Sensoren, Lautsprecher oder auch die Frontkamera aufgenommen hat.

Dieser Platzbedarf ist sogar noch weiter gestiegen, unter anderem durch ToF-Sensoren, Frontblitz oder auch Gesichtserkennung zum Entsperren des Smartphones. Daher fingen die Hersteller an, die Bauteile in kleinen Modulen zusammenzufassen: Die Notch war geboren. 2017 war das, mit dem Essential Phone von Android-Erfinder Andy Rubin. Weltweit bekannt wurde sie dann mit dem Apple iPhone X. Aus ästhetischer Perspektive gerade für Apple sicherlich fragwürdig, führte dennoch kein Weg daran vorbei: Irgendwo mussten die Sensoren hin.

Seit dieser Zeit haben sich je nach Hersteller verschiedene Lösungen durchgesetzt:

1. Notch: Der Klassiker. Durch Apple bekannt geworden, durch Apple nach wie vor eingesetzt, wie auch bei der aktuelle iPhone 12-Serie

Apple iPhone 12 5G Update

2. Waterdrop: Bei Huawei war die Notch schon im P20 Pro auf die Hälfte der Apple-Notch geschrumpft. Im Nachfolger P30 Pro kam dann erstmals der Waterdrop zum Einsatz – weniger Platzbedarf, mehr Display. Im OnePlus 6T ist ebenfalls eine Waterdrop-Notch verbaut.

Huawei Mate 20 Notch Waterdrop

3. Punchhole: Gern gesehen bei aktuellen Samsung-Smartphones wie der Galaxy S20-Serie: Eine kleine, kreisrunde Aussparung mittig am oberen Displayrand – das Punchhole.

Samsung Galaxy S20 Blau

In Zeiten immer größerer Displays mit immer dünneren Rändern oder gleich Infinity-Displays, die sich um den Rand krümmen, führte an Notch-Lösungen lange Zeit kein Weg vobei. Mittlerweile ist die Technik so weit, dass ein Teil der Sensoren unter den Displays verschwinden kann. Dazu gehören die Fingerabrucksensoren. Auch Lautsprecher lassen leicht verstecken, schwieriger wird es mit Kameras, aber auch da arbeitet zum Beispiel Oppo bereits seit letztem Jahr an einer Lösung.

Fotos: Apple, Huawei, Samsung

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