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Xiaomi Mi 11 Ultra-Test

Letztes Jahr trauerten wir noch, dass das Xiaomi Mi 10 Ultra auf China beschränkt blieb. Dieses Jahr ist alles anders: Das Xiaomi Mi 11 Ultra wurde vom chinesischen Hersteller weltweit verfügbar gemacht und ist mittlerweile auch in Deutschland eingetroffen. Und es trägt den Namen Ultra zurecht: Das Smartphone besteht praktisch nur aus Superlativen, egal auf welche Bauteile man schaut. Und kämpft damit um nicht weniger als den Titel des besten Smartphones, was man im Moment für Geld kaufen kann.

Die Hauptkamera arbeitet mit dem größten Sensor, der aktuell in einem Smartphone zum Einsatz kommt. Das 6,81 Zoll große AMOLED-Display wurde dank hoher Auflösung, hoher Bildwiederholfrequenz, hoher Helligkeit, HDR und einer Milliarde Farben mit Lob überschüttet. Der Snapdragon 888-Chipsatz stellt den aktuellen Maßstab in Sachen Rechenleistung und kann die Daten aller drei Kameras gleichzeitig verarbeiten. Dazu kommt eine neue Akkutechnologie mit Silizium-Sauerstoff-Anodenzellen und 67 Watt schnellem kabellosen Laden.

Sogar eine IP68-Zertifizierung zum Schutz vor Staub und Wasser gibt es – erstmals in einem Xiaomi-Smartphone. Ein IR-Sender ist weiter an Bord, genau wie Stereo-Lautsprecher von Harman Kardon. Wurden die Vorschusslorbeeren also zurecht verteilt? Das klärt unser großer Test des Xiaomi Mi 11 Ultra.

Unboxing

Das Mi 11 Ultra ist in einer ganz normalen Box mit kupferfarbenen Schriftzügen verpackt. Da wir die EU-Version testen, ist auch das 67 Watt-Ladegerät enthalten. Das ist nicht in allen Märkten so – in China fehlt es, ist aber als kostenlose Option erhältlich. Das passende USB-C-Kabel und ein USB-C-auf-3,5-mm-Adapter sind ebenfalls an Bord.

Xiaomi Mi 11 Ultra Unboxing

Ein Headset fehlt dagegen. Man kann höchstens über den Adapter sein eigenes nutzen. Dafür ist eine transparente, weiche Silikonhülle enthalten. Eine Displayschutzfolie ist bereits auf dem Ultra verklebt.

Design und Verarbeitungsqualität

Ohne jeden Zweifel fällt das riesige Kameramodul einem als erstes auf. Sowohl, wenn man das Mi 11 Ultra in der Hand hält, als auch wenn es liegt. Denn es liegt unübersehbar schief, was allerdings auch sein Gutes hat – das Smartphone liegt stabil schief. Ein Kippeln oder Kippen wie bei anderen Handys mit Kameras an der Seite gibt es hier nicht.

Neben den drei Kameras – zwei davon mit großen normalen Objektiven, eins mit großem Periskop für das Tele – beherbergt das Kameramodul auch die Laser-Autofokus-Sensoren, den Triple-LED-Blitz und das kleine Hilfs-Display. Die Breite der Baugruppe wurde wahrscheinlich von diesem Display diktiert – so winzig es mit 1,1 Zoll Diagonale auch sein mag, nimmt es rund ein Viertel des Platzes ein. Insgesamt steht das Modul etwa 3,7 mm aus dem Gehäuse heraus. Die Rückseite des Mi 11 Ultra besteht aus Keramik. Obwohl sie leicht glänzt, werden Fingerabdrücke nicht so extrem angezogen wie bei Smartphones mit Rückseiten aus Glas.

Xiaomi Mi 11 Ultra Design

Auf der Vorderseite ist das Mi 11 Ultra im Wesentlichen identisch mit dem normalen Mi 11. Dazu gehört die gebogene Front aus Gorilla Glass Victus über dem 6,81 Zoll großen AMOLED-Display. Sie krümmt sich sanft zu allen vier Seiten, oben und unten kaum sichtbar, aber bei jeder Berührung angenehm spürbar. Unter dem Display ist ein optischer Fingerabdrucksensor verbaut. Er ist nicht zu hoch und nicht zu niedrig platziert und funktionierte jederzeit schnell und zuverlässig.

Das Ultra hat einen hochglanzpolierten Aluminiumrahmen. Dieser ist an den Seiten sehr dünn und wölbt sich in den Ecken als Aufprallschutz. Die abgeflachte Unterseite beherbergt den USB-C-Anschluss, das Hauptmikrofon, den Kartenslot für zwei Nano-SIMs (keine microSD) und einen der zwei Lautsprecher. Letzterer ist mit seinem wellenförmigen Gitter schön anzuschauen. An der Oberseite sitzen in einem Plastikeinsatz im Rahmen der zweite Lautsprecher, ein weiteres Mikrofon und der IR-Sender.

Das Mi 11 Ultra misst 164,3 x 74,6 x 8,4 mm und wiegt 234 g. Und das Gewicht spürt man. Vielleicht nicht, wenn man von einem iPhone 12 Pro Max oder einem Galaxy S21 Ultra kommt. Wohl aber, wenn man von einem Find X3 Pro wechselt, was rund 40 g weniger wiegt.

Display

Das Mi 11 Ultra kommt mit einem 6,81 Zoll großen AMOLED-Display, was gut und gerne das beste Smartphone-Display auf dem Markt sein könnte. Hohe Auflösung, hohe Bildwiederholfrequenz, extreme Spitzenhelligkeit, HDR10 und eine hervorragende Farbgenauigkeit zeichnen es aus. Das Panel hat eine Auflösung von 1.440 x 3.200 Pixeln im 20:9-Format, die Pixeldichte beträgt 515 ppi. Die Bildwiederholfrequenz des Mi 11 Ultra kann entweder auf Hoch oder Standard eingestellt werden. Der Standard-Modus sperrt das Display auf permanente 60 Hz. Im Hoch-Modus sind maximal 120 Hz möglich. Fest einstellen lässt sich dieser Wert aber nicht, das Ultra entscheidet selbst, wann zwischen 30, 60, 90 und 120 Hz gewechselt wird. Die Touch-Sampling-Rate liegt bei extrem schnellen 480 Hz.

Das in Android 11 integrierte Aktualisierungsraten-Tool zeigte in unseren Tests 60, 90 und 120 Hz. 30 Hz sind nicht einmal aufgetaucht. Mit 60 Hz wird bei der Wiedergabe von Videos und in manchen Bereichen von MIUI aktualisiert. Der Home Screen auf dem ersten Bild steht zum Beispiel auf 60 Hz, wechselte aber auch regelmäßig auf 120 Hz. Dasselbe galt für das Einstellungen-Menü auf dem vierten Bild. Auf 90 Hz wechselte das Display nur beim Task-Switcher. Davon abgesehen standen jederzeit die vollen 120 Hz über die gesamte Benutzeroberfläche und in allen System-Apps an. Eigentlich sollte laut Xiaomi bei statischen Inhalten wie Fotos auf 60 Hz zurückgeschaltet werden, um den Akku zu schonen. Unser Mi 11 Ultra blieb aber stur bei den maximalen 120 Hz, bis das Display sich nach 1 Minute abschaltete.

Xiaomi Mi 11 Ultra Bildwiederholrate

Videos laufen standardmäßig mit 60 Hz. Das können wir für Netflix, Amazon Prime Video, YouTube und den Mi Video-Player bestätigen. Öffneten wir aber ein Video in der Twitter-App (Bild 7), blieb das Mi 11 Ultra bei 120 Hz, selbst im Vollbild-Modus. Andere Social Network-Apps wie Facebook, Instagram, TikTok und Pinterest wechselten zwischen 60 und 120 Hz. Spiele, die hohe Bildraten unterstützen, wurden mit permanenten 120 Hz angezeigt. Das Mi 11 Ultra unterstützt HDR10+ und Dolby Vision, was wir ebenfalls für Netflix, Prime Video und YouTube bestätigen können. Das Handy bietet native Unterstützung für 10 Bit, womit 1,07 Milliarden darstellbare Farben möglich sind. Normale Handy-Displays laufen mit 8 Bit, was in 16 Millionen Farben resultiert.

Xiaomis Topmodelle mit MIUI 12 unterstützen außerdem eine Funktion namens Super-Hintergrundbilder. Dabei handelt es sich um dynamische Hintergrundbilder, in die MIUI beim Aufwecken hineinzoomt und sie beim Wechsel zwischen Homescreens weiterbewegt. Damit hat Xiaomi zwar nicht das Rad neu erfunden, die Super Hintergrundbilder sind aber äußerst hübsch anzusehen. Vier verschiedene sind vorinstalliert: Die Erde, der Mars, der Saturn und Geometrie. Themes sind ebenfalls ein großes Thema in MIUI 12. Zentrale Anlaufstelle dafür ist natürlich der Xiaomi Themes Store, wo es auch Hintergrundbilder, Klingeltöne, Systemsymbole und sogar neue AOD-Elemente gibt.

Xiaomi Mi 11 Ultra Display-Einstellungen

Die nächsten Superlative haut Xiaomi bei der Helligkeit des Mi 11 Ultra raus. Ein Spitzenwert von 1.700 Nits bei HDR-Inhalten schlägt sogar die 1.500 Nits des normalen Mi 11. Im Modus für hohe Helligkeit oder bei direkter Lichteinstrahlung werden immernoch bis zu 900 Nits erreicht. Bei der Farbwiedergabe gibt es drei vordefinierte Modi: Automatisch, Gesättigt und Originalfarbe. Zusätzlich gibt es einen Temperaturkreis und drei Temperatur-Voreinstellungen. Und dann gibt es noch das Menü „Erweitert“ mit weiteren Voreinstellungen: Verbessert, Original, P3 und sRGB sowie eine Handvoll weitere Schieberegler.

In der Praxis lieferte der Originalmodus im Wesentlichen perfekte Ergebnisse für die sRGB-Kalibrierung. „Automatisch“ deckt zwar den DCI-P3-Farbraum ab, bot aber nur eine durchschnittliche Farbgenauigkeit und bläuliche Weißtöne. Dasselbe galt für den P3-Modus.

Android 11 mit MIUI 12.5

Das Mi 11 Ultra läuft mit Android 11 und Xiaomis eigener Oberfläche MIUI, für die bereits einige Updates herausgekommen sind. Eins dieser Updates brachte das Ultra auf Version 12.5.2 und sorgte dafür, dass sich MIUI bei GPS-Zugriffen neu startete. Xiaomi brauchte damals mehrere Tage für den Fix. Der MIUI 12 Launcher ist schon seit einiger Zeit auf dem Markt und funktioniert grundsätzlich sehr gut. Auch das Aussehen gefällt uns, aber dazu später mehr.

Das Always-on-Display des Mi 11 Ultra kann permanent eingeschaltet bleiben, nach einem Zeitplan arbeiten oder nur 10 Sekunden lang aktiv sein. Diverse AOD-Themes sind verfügbar und können zusätzlich an die eigenen Vorlieben angepasst werden. Das Always-on-Display unterstützt auch Breathing Lights. Dann leuchten die gebogenen Seiten des Display bei neuen Benachrichtigungen in verschiedenen Stilen und Farben.

Xiaomi Mi 11 Ultra Always-On-Display

Das hintere Display des Ultra hat ähnliche Funktionen, die aber durch die winzige Größe beschränkt werden. Auch hierfür sind Themes verfügbar: Man kann die Zeit, den Akkustand, Benachrichtigungen oder frei wählbaren Text anzeigen. Per Doppeltipp lässt sich das Hilfsdisplay aufwecken, genau wie beim Hauptdisplay auf der Vorderseite. Hier gibt es keine AOD-Funktion, man wählt 10, 15 oder 30 Sekunden als festen Timeout.

Xiaomi Mi 11 Ultra Home Screen / Drawer / Task Manager / Einstellungen

Entsperrt wird das Mi 11 Ultra mit dem optischen Fingerabdrucksensor unter dem Display. Dieser funktioniert schnell und zuverlässig und passt seine Helligkeit gemäß dem Umgebungslichtlicht an. Natürlich ist auch 2D-Face Unlock per Frontkamera möglich, aber weitaus unsicherer als der Fingerabdruck. MIUI 12 bietet ein App-Drawer und organisiert Apps automatisch in Kategorien. Die erste zeigt alle Apps, gefolgt von Kommunikation, Unterhaltung, Fotografie, Werkzeuge, Einkaufen, Nachrichten und Lesen sowie Spielen. Man kann diese Kategorien bearbeiten oder komplett deaktivieren.

Xiaomi Mi 11 Ultra Taskleiste und Kontrollzentrum

Ein weiteres interessantes Feature betrifft die Taskleiste. Hier lassen sich die Benachrichtigungen und das Kontrollzentrum trennen, ähnlich wie bei Apples iPhones. Auch die Trigger sind identisch: Von der linken Seite des Displays zieht man die Benachrichtigungen herunter, von der rechten das Kontrollzentrum.

Xiaomi hat MIUI 12 außerdem um einige zusätzliche Datenschutzoptionen erweitert. Beim Teilen von Inhalten wie Fotos und Videos kann man Standortinformationen und andere Metadaten einschließlich der Geräteinformationen automatisch entfernen. Beim ersten Teilen von Inhalten fragt MIUI nach, danach findet man die Präferenzen im Menü. Eine Sicherheits-App ist auch an Bord und scannt auf Malware, verwaltet Blacklists und die Datennutzung, konfiguriert das Batterieverhalten und gibt RAM frei. Berechtigungen installierter Apps findet man ebenfalls hier.

CPU / Leistung

Das Mi 11 Ultra macht natürlich auch beim Chipsatz keine Kompromisse: Qualcomms Snapdragon 888 ist verbaut, mehr geht nicht im Jahr 2021. Der SD888 wird in einem 5 Nm-Prozess gefertigt und verfügt über eine Octa-Core-CPU in einer 1+3+4-Konfiguration. Er läuft 25% schneller als der SD865, das Topmodell des letzten Jahres. Die GPU läuft 35% schneller, außerdem sind eine KI-Engine der neuesten Generation und ein 5G-Modem integriert. Als RAM-Optionen gibt es 8 und 12 GB in Kombination mit 256 oder 512 GB UFS 3.1-Speicher. In Deutschland wird nur die 12/256 GB-Version verkauft, die wir auch zum Test vorliegen haben.

Xiaomi Mi 11 Ultra AnTuTu-Benchmark / Game Turbo

Seitdem der SD888 auf dem Markt ist, meldeten die Smartphone-Hersteller fast im Wochentakt neue Benchmarking-Rekorde. Darunter der aktuelle Spitzenreiter Xiaomi Black Shark 4 mit 860.467 Punkten bei AnTuTu und 3.754 Multi-Core- / 1.140 Single-Core-Punkten Punkten bei Geekbench und das Realme GT 5G mit 822.869 Punkten bei AnTutu und 3.842 / 1.084 Punkten bei Geekbench auf Platz 2. Auch das Mi 11 Ultra rangiert mit herausragender Performance ganz weit vorne auf aktuell Platz 4: 814.604 Punkte schaffte es bei AnTuTu, 3.824/1.138 bei Geekbench.

Xiaomi Mi 11 Ultra Geekbench-Benchmark

Ganz anders allerdings unser Testmodell: Nach diversen Benchmark-Läufen sowohl mit als auch ohne aktivierten Game Turbo kamen wir maximal auf gerade mal 680.642 Punkte bei AnTuTu. Ein ungewöhnlich niedriges Ergebnis für ein Handy mit dem Snapdragon 888-Prozessor. Auch die Geekbench-Werte des Mi 11 Ultra waren enttäuschend: Maximal erreichten wir 881 Punkte im Single-Core-Test und 3.088 Punkte im Multi-Core-Test. Möglicherweise haben die Probleme mit MIUI 12.5.3 damit zu tun. Da Version 13 bereits in den Startlöchern steht, bleibt zu hoffen, dass die Werte damit nochmal nach oben gehen.

Xiaomi Mi 11 Ultra PUBG Mobile

Unter anhaltender Last erwärmte sich das Ultra zwar spürbar, Thermal Throttling ist uns aber nicht aufgefallen und die von AnTuTu gemessenen Temperaturen von maximal 43 Grad waren ebenfalls sehr niedrig. Zum Vergleich haben wir eine Runde PUBG Mobile auf höchsten Einstellungen gezockt. Das Spiel lief jederzeit absolut flüssig.

Im Alltag kann man dagegen getrost den Energiesparmodus für eine etwas längere Laufzeit aktivieren, ohne dass man jemals auf Geschwindigkeitsprobleme stoßen wird. Hierbei sind uns zwei Dinge aufgefallen: Zum Einen kann man auch im Energiesparmodus den Display-Timeout beliebig zwischen 15 Sekunden und 10 Minuten einstellen. Das kennt man von anderen Herstellern wie zum Beispiel Huawei anders, die den Timeout beim Energie sparen auf maximal 30 Sekunden begrenzen. Zum Anderen sollte man nicht zu oft den Modus wechseln, denn bei jedem neuen Aktivieren des Energiesparmodus wird das Intervall für das Löschen des Cache wieder auf 10 Minuten eingestellt. Bedeutet: Alle 10 Minuten fliegen alle Apps aus dem Speicher und man muss sie vor der nächsten Verwendung neu starten. Oder das Intervall wieder auf „Niemals“ ändern. Das Gleiche gilt für die Aktualisierungsrate des Display, was jedes Mal auf statische 60 Hz zurückschaltet.

Akku

Im Inneren des Mi 11 Ultra steckt ein 5.000 mAh-Akku, ein Upgrade gegenüber den 4.500 mAh des Mi 10 Ultra. Das Mi 11 Ultra entspricht in dieser Hinsicht dem Galaxy S21 Ultra und schlägt sowohl das Find X3 Pro als auch das OnePlus 9 Pro mit jeweils 4.500 mAh. Beim Surf-Test über WLAN hielt das Ultra rund 11 Stunden durch. Beim Dauertelefonieren schaffte es 28 Stunden. Offline-Videowiedergabe pendelte sich mit gut 15 Stunden dazwischen ein. Alles gute, wenn auch nicht überragende Werte.

Ganz anders die Ladekapazitäten. Wer das Xiaomi Mi 11 Ultra direkt zum Start beim Hersteller bestellt hatte, bekam die kabellose Ladestation Mi 80W Wireless Charging Stand kostenlos dazu. In unseren Ladetests ging das Ultra damit

  • nach 30 Minuten auf 89%, nach 36:51 Minuten auf 100%
  • nach 30 Minuten auf 87%, nach 37:24 Minuten auf 100%

Fast die gleichen Ergebnisse erzielten wir auch beim kabelgebundenen Laden:

  • nach 30 Minuten auf 89%, nach 36:56 Minuten auf 100%
  • nach 30 Minuten auf 87%, nach 37:37 Minuten auf 100%

Das Oppo Find X3 Pro und das OnePlus 9 Pro laden per Kabel zwar noch schneller. Kabellos ist das Mi 11 Ultra aber aktuell eine Klasse für sich.

Lautsprecher

Das Mi 11 Ultra verfügt über Stereolautsprecher vom Audio-Spezialisten Harman Kardon. Der obere Lautsprecher strahlt sowohl nach vorne durch einen Schlitz über dem Display als auch nach oben durch vier kreisförmige Öffnungen im Rahmen ab. Dadurch wirken Sprachanrufe etwas „öffentlicher“ als gewohnt. Auf der anderen Seite sorgt es für eine bessere Balance zwischen dem linken und rechten Kanal bei der Wiedergabe von Filmen oder Musik. Der untere Lautsprecher wird von einem schicken Gitter mit acht Öffnungen in Form einer Welle verdeckt. Die Lautstärke ist enorm und die Klangqualität hervorragend. Präsente Tiefen kombiniert Xiaomi mit klaren Höhen. Insgesamt bewerten wir das Audio-Setup mit „sehr gut“.

Kamera: Fotos

Auch bei der Kamera-Hardware wirft das Mi 11 Ultra mit weiteren Superlativen um sich. Wir würden sogar behaupten, dass hier das aktuell fortschrittlichste Kamerasetup nicht nur bei Xiaomi sondern bei allen Smartphones verbaut ist. Die Hauptkamera markiert das Debüt von Samsungs neuestem High-End-Sensor, dem ISOCELL-GN2. Er löst auf einer Fläche von 1/1,12 Zoll 8.160 x 6.120 Pixel (oder 50 Megapixel) auf. Jeder einzelne dieser Pixel kommt auf stattliche 1,4 µm. Nach einem 4-in-1-Binning bekommt man riesige 2,8 µm-Pixel und standardmäßig 12,5 Megapixel-Fotos. Der Sensor verfügt über einen bidirektionalen Dual-Pixel-Autofokus, sodass er Veränderungen in Mustern sowohl horizontal als auch vertikal erkennen kann.

Xiaomi Mi 11 Ultra

Xiaomi Mi 11 Ultra Hauptkamera

Das Objektiv über dem GN2 hat 8 Elemente und eine äquivalente Brennweite von 24 mm. Die Blende beträgt f/1,95. Optische Bildstabilisierung ist auch an Bord. Das Tele wurde vom Mi 10 Ultra übernommen und löst 48 Megapixel auf einer Sensorgröße von 1/2 Zoll auf. Xiaomi verwendet hier (und beim Ultrawide) einen Sony IMX586-Sensor mit einem Quad Bayer Filter, der nach dem Binning 12 Megapixel-Fotos speichert. Das 125 mm-Objektiv bietet 5x optischen Zoom in Periskop-Bauweise. Die Blende beträgt f/4,1 und optische Stabilisierung ist ebenfalls verfügbar.

Xiaomi Mi 11 Ultra Fotos

Xiaomi Mi 11 Ultra Ultra-Weitwinkel

Auch das Ultra-Weitwinkelobjektiv bringt seinen eigenen Superlativ mit: Ein Sichtfeld von 128 Grad ist sonst auf dem Markt kaum zu finden. Die Blende liegt bei f/2.2. Optische Bildstabilisierung ist im Ultrawide nicht verbaut, dafür aber Autofokus. Auch danach muss man bei der Konkurrenz erstmal eine ganze Weile suchen. Unterstützend arbeiten in zwei kleinen, kreisrunden Ausschnitten neben dem Ultra-Weitwinkel noch ein Laser-Autofokus-Sender und -Empfänger. Darunter ist der Dreifach-LED-Blitz verbaut.

Xiaomi Mi 11 Ultra

Xiaomi Mi 11 Ultra 10x Hybridzoom

Als ob all das nicht schon außergewöhnlich genug wäre, hat Xiaomi dem Mi 11 Ultra auf der Rückseite noch ein zweites Display spendiert. Winzige 1,1 Zoll-OLED-Technik mit 126 x 294 Pixeln und einer maximalen Helligkeit von 450 Nits, direkt aus einem Mi Band 5 ausgebaut. Und dementsprechend länglich mit einem Seitenverhältnis von 21:9. Seit dem Start des Ultra bleibt das Hilfsdisplay aber leider weit unter seinen Möglichkeiten. Man kann es als Sucher für normale Fotos der Hauptkameras nutzen, nicht aber für den Portrait-Modus und die Aufnahme von Videos. Es funktioniert auch als AOD-Display, aber nur für maximal 30 Sekunden. Hier wird es endlich Zeit für ein Software-Update.

So wenig ausgelastet es auch sein mag, das hintere Display leistet gute Arbeit, um Selfies mit der Hauptkamera einzurahmen. Auf der Vorderseite ist aber natürlich in einem Punchhole in der oberen linken Ecke ebenfalls eine Selfie-Kamera zu finden. Es ist die gleiche wie beim Mi 10 und Mi 11: Ein Samsung S5K3T2-Sensor mit einer Größe von 1/3,4 Zoll, 0,8 µm großen Pixeln und einem Quad Bayer-Farbfilter. Die Auflösung liegt bei 20 Megapixeln. Xiaomi gibt eine Blende von f/2.2 an, lässt aber die Brennweite weg. Autofokus ist nicht verbaut.

Kamera-App

Die Kamera-App bietet die üblichen Modi, die man im Hauptrolodex hinzufügen, entfernen und neu anordnen kann. Das zweite Display aktiviert man im Menü in der oberen rechten Ecke. Dort ist neben einigen zusätzlichen Optionen auch der Makromodus versteckt. Auch die voll 50/48 Megapixel-Auflösung der Kameras lässt sich hier aktivieren. Der Zoom ändert sich auf zwei Arten: Entweder man tippt auf einen der drei Punkte für Ultra-Weitwinkel, Weitwinkel und 5x Zoom oder man hält eine der Optionen kurz gedrückt und bekommt neben den weiteren Zoom-Modi 2x, 10x und 120x auch eine stufenlose Einstellung.

Xiaomi Mi 11 Ultra Kamera-App

Es gibt einen gut funktionierenden Pro-Modus, in dem man so ziemlich alle Aufnahmeparameter selbst anpassen kann. Neben vier Weißabgleich-Voreinstellungen lässt sich die Lichttemperatur auch mit einem Schieberegler verändern, genauso wie der manuelle Fokus und die Verschlusszeit (1/4000s bis 30s). Die ISO-Optionen variieren je nach Kamera. Der Langzeitbelichtungsmodus bietet verschiedene Voreinstellungen, darunter bewegte Menschenmenge, Neonspuren, Ölgemälde, Helles Gemälde, Sternenhimmel und Sternenspuren. Supermond ist ebenfalls verfügbar und verwendet einen fünf bis 60-fachen Digitalzoom der Hauptkamera. Anschließend werden die verschwommenen Mondreste mit KI-Mondmustern restauriert.

Xiaomi Mi 11 Ultra Supermond

Der Nachtmodus ist für alle drei Kameras verfügbar. Außerdem gibt es eine Art automatischen Nachtmodus, der sich in den Einstellungen unter „Bildqualität verbessern“ verbirgt und standardmäßig aktiviert ist. Er funktioniert wie bei den iPhones – das Handy entscheidet, ob der Nachtmodus verwendet wird oder nicht. In unseren Tests funktionierte er nur mit der Hauptkamera, wobei die notwendige Dauer der Aufnahme angezeigt wird. Letzteres bekommt man im eigentlichen Nachtmodus nicht. Xiaomi bietet für beide Nachtmodi keine Belichtungseinstellungen an.

Xiaomi Mi 11 Ultra

Xiaomi Mi 11 Ultra Multicam

Das Mi 11 Ultra bietet außerdem einen Multicam-Modus. Einmal aktiviert zeigt Multicam ein Raster dessen, was alle Kameras sehen: Die Frontkamera, die drei hinteren Kameras, zweifacher Digitalzoom und zehnfacher Hybridzoom zeigen gleichzeitig Live-Bilder in einer großen Übersicht. Zwei dieser Streams kann man für eine parallele Aufnahme auswählen.

Bildqualität bei Tageslicht

Die Hauptkamera des Mi 11 Ultra hat uns einige der besten 12 Megapixel-Fotos beschert, die wir je gesehen haben. Details sind hervorragend definiert, sowohl in geraden Linien als auch in zufälligen Texturen, bei gleichzeitig sehr natürlicher Verarbeitung. Die Farben sind besonders in Außen- und Naturszenen lebendig, ohne übertrieben zu wirken. Selbst im AI-Modus steigt lediglich die Farbsättigung etwas an. Im Vergleich zu anderen Smartphones zum Beispiel von Samsung sind die Fotos aber grundsätzlich 1/2 bis 2/3 Blenden dunkler belichtet. Der Dynamikumfang selbst ist aber großartig.

Ultra-Weitwinkel / Weitwinkel / 2x Digitalzoom / 5x optischer Zoom / 10x Hybridzoom

Die Ultra-Weitwinkel-Bilder kann man ohne zu übertreiben als unerreicht bezeichnen. Details wohin man sieht, passende Schärfe dank Autofokus und weit und breit kein Rauschen zu erkennen. Der Dynamikumfang ist ausgezeichnet und die Belichtung auf den Punkt. Dasselbe gilt für die Hauptkamera – im Weitwinkel schießt sie bessere Bilder als jedes andere Smartphone. Auch das Periskop-Zoom konnte uns auf ganzer Linie überzeugen: Schärfe, Dynamikumfang, Rauschverhalten – alles auf höchstem Niveau. Und das Ganze sowohl bei nativem 5x optischem Zoom auch bei 10x Hybrid-Zoom.

Ultra-Weitwinkel / Weitwinkel / 2x Digitalzoom / 5x optischer Zoom / 10x Hybridzoom / 120x Digitalzoom

Der einzige Kritikpunkt gilt dem Ultra-Weitwinkel. Auf den Bilder ist eine leichte Tonnen-Verzerrung zu erkennen, die auch nach der Softwarekorrektur bestehen bleibt. Das ist wahrscheinlich eine unvermeidliche physikalische Folge, wenn man einen riesigen Bildwinkel von 128 Grad mit einem großen Sensor koppelt. Der Autofokus des Ultrawide soll wohl auch den Makro-Modus der Linse rechtfertigen. Aufgrund des extremen Bildwinkels wirken Motive aber niemals wirklich hautnah. Wir haben uns für extreme Nahaufnahmen lieber auf das Periskop-Objektiv bei ca. 15-20 cm Abstand verlassen. Man kämpft man zwar hin und wieder mit dem Fokus, aber nach dem Scharfstellen gelingen scharfe Bokeh-Aufnahmen mit tollen Farben und hoher Sättigung. Mit einem dezidierten Makro-Objektiv können diese aber zumindest in Sachen Vergrößerung nicht mithalten.

Xiaomi Mi 11 Ultra 5x Periskop-Makro-Fotos

Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen

Mit dem automatischen Nachtmodus des Mi 11 Ultra gelingen Fotos mit großem Dynamikbereich und gut erhaltenen Highlights. Ähnlich wie bei den Tageslichtaufnahmen der Hauptkamera können sie aber leicht unterbelichtet wirken. Abgesehen davon sind der Weißabgleich und die Farbwiedergabe ausgezeichnet. Viele feine Details kombiniert Xiaomi mit minimalem Rauschen.

Xiaomi Mi 11 Ultra automatischer Nachtmodus

Zum Vergleich zwischen automatischem und aktivem Nachtmodus sind hier zwei Szenen mit beiden Modi fotografiert. Technisch passiert bei beiden Aufnahmen fast dasselbe, der automatische Nachtmodus sammelt nur etwas länger Licht. Auch die Nachbearbeitung ist etwas umfangreicher, was man an der korrekten Belichtung der kleinen Ballons erkennen kann.

Xiaomi Mi 11 Ultra automatischer Nachtmodus / aktiver Nachtmodus

Auch Details in den Schatten sind für das Ultra kein Problem. Ein leichtes Nachschärfen ist zu erkennen, liegt aber völlig im Rahmen.

Selfies
Die 20 Megapixel-Tetrapixel-Selfie-Cam nimmt Fotos in ihrer vollen Nennauflösung auf. Es werden zwar anständig detaillierte Fotos aufgenommen, aber nicht so detailliert, wie die Zahl vermuten lässt. Farben und Dynamikumfang sind jedoch sehr gut. Die Motivisolierung im Selfie-Porträtmodus geht ebenfalls in Ordnung. Trotz der angesprochenen Updates sind leider noch keine Selfies mit der Hauptkamera und aktivem Hilfsdisplay möglich. Alternativ sorgt aber der große Haupt-Sensor mit seiner geringen Schärfentiefe auch im Fotomodus für eine natürliche Unschärfe.

Kamera: Videos

Das Xiaomi Mi 11 Ultra nimmt mit all seinen Kameras Videos mit bis zu 8K bei 24fps auf. Schaltet man auf eine Auflösung von 4K zurück, sind bis zu 60fps möglich. Abgesehen von OIS bei Hauptkamera und Periskop ist zusätzlich für alle Auflösungen und Bildraten elektronische Stabilisierung (EIS) verfügbar. Außerdem kann man zwischen den Codecs h.264 und h.265 wählen, außer in 8K, was nur mit h.265 aufnimmt. 8K-Aufnahmen liefern im Vergleich zu 4K einen etwas kleineren Bildausschnitt. Er ist aber immer noch deutlich breiter als bei den Galaxy-Handys im 8K-Modus. Die Bitrate von 130 Mbit/s ist auch deutlich höher als beispielsweise beim S21 Ultra mit 80 Mbit/s.

Ultraweitwinkel / Weitwinkel / 2x Digitalzoom / 5x optischer Zoom 4K 60fps

Die 8K-Videoqualität der Hauptkamera ist sehr gut, wie man vom GN2 erwartet konnte. Im Vergleich zu 4K-Aufnahmen kommen ein wenig feinere Details zum Vorschein. Es gibt auch keine Einschränkung des Dynamikbereichs, der sowohl bei 8K als auch bei 4K ziemlich groß ausfällt. Es gibt einige Kompressionsartefakte in 4K, die in Kombination mit der stärkeren Schärfung für ein körniges Aussehen sorgen können, wenn man in die Videos hineinzoomt. Insgesamt ist die Bildqualität aber sehr gut. 4K mit 30fps wird mit ziemlich hohen 62 Mbit/s (h.264) codiert und sieht noch besser aus. Exzellente Detailtreue, großer Dynamikumfang, ansprechende Farben, hier gibt es nichts auszusetzen. Dasselbe gilt für das 4K-Material der Ultrawide-Kamera.

Zeitlupe Weitwinkel / 3x Digitalzoom 1080p 1920fps

8K aus dem Ultra-Weitwinkel sieht nicht ganz so spektakulär aus. Aus der Nähe betrachtet wirken die Bilder etwas weich und matschig. Auch hier gibt es keinen Einbruch des Dynamikumfangs oder eine Änderung der Farbwiedergabe zwischen den Auflösungen. 4K/30fps bei 5x Zoom wird mit 50 Mbit/s kodiert. Das sind weniger Daten als bei den anderen beiden Kameras, ist aber Standard für 4K-Aufnahmen. Auch hier ist die Bildqualität sehr gut. Ähnlich wie beim Ultra-Weitwinkel bieten 8K-Videos des Tele keine nennenswerten Qualitätsvorteile – die Reserven der kleineren Sensoren spielen einfach nicht in der Liga des GN2 der Hauptkamera.

Ultra-Weitwinkel vs. GoPro Hero 8 Black Action-Video 4K 60fps

Die Bildstabilisierung ist bei allen drei Objektiven hervorragend, einschließlich 8K. Normales Gehen fällt im Video fast gar nicht auf, Schwenks werden ohne abrupte Übergänge gehandhabt. Hält man das Handy statisch filmend in eine Richtung, könnte man fast denken, ein Stativ wäre verwendet worden. Wie bei unseren Handy-Tests üblich haben wir auch das Mi 11 Ultra unserem Action-Video-Test unterzogen und es in Bewegung gegen eine GoPro Hero 8 Black antreten lassen. Das Ergebnis spricht für sich: Die Aufnahmen laufen butterweich und sind der Action-Cam fast ebenbürtig. Und das Ganze, obwohl wir mit dem Ultrawide das einzige Objektiv ohne optische Stabilisierung ausgewählt haben.

Eigentlich sind für solche Tests die Steady-Modi Steady Video und Steady Video PRO der Hauptkamera und der Ultra-Weitwinkel-Kamera reserviert. Beide sperren die Qualität bei 1080p mit 30fps. Eine auffällig gute Stabilisierung konnten wir dabei nicht attestieren: Die Aufnahmen im regulären Steady-Modus der Hauptkamera waren nahezu unbrauchbar und im PRO-Modus des Ultrawide noch schlechter. Entweder man wartet hier auf ein Software-Update oder nutzt einfach die ganz normalen Modi.

Alternativen

Mit einem Listenpreis von 1.199,90 Euro für die 12 GB/256 GB-Version ist das Mi 11 Ultra nicht wirklich günstig. Für das Galaxy S21 Ultra verlangt Samsung aber nochmal rund 50 Euro mehr bei nur 128 GB Speicher, auch wenn man davon auf dem freien Markt noch deutlich mehr sparen kann als beim Xiaomi. Das OnePlus 9 Pro startet mit weniger Speicher bereits bei 899 Euro, während das Oppo Find X3 Pro sich mit 1.149 Euro dazwischen einpendelt.

Das Mi macht in praktisch allen Szenarien bessere Bilder und Videos als das Galaxy. Das Galaxy hat die bessere Selfie-Kamera, das Mi aber das hintere Display als Joker. Das Display des S21 Ultra ist etwas anpassungsfähiger als das des Mi 11 Ultra und geringfügig heller, aber das ist kaum ein Entscheidungskriterium. Wichtiger ist vielleicht, dass der Akku des Galaxy deutlich länger hält.

Von den anderen beiden Konkurrenten kann keiner auch nur annähernd mit den Kamera-Fähigkeiten des Mi 11 Ultra mithalten. Dafür ist das OnePlus 9 Pro in allen anderen Bereichen mehr oder weniger auf Augenhöhe mit dem Mi und deutlich günstiger. Das Oppo Find X3 Pro bietet nur zweifachen optischen Zoom, verfügt aber über eine Mikroskopkamera für spektakuläre Nahaufnahmen – einer der ganz wenigen Punkte, wo das Mi 11 Ultra nicht mithalten kann.

Test-Fazit Xiaomi Mi 11 Ultra

Design / Ergonomie - 9
Display - 10
CPU / Leistung - 10
Akku - 9
Kamera: Fotos - 10
Kamera: Videos - 10

9.7

Testurteil

Im Test punktete das Xiaomi Mi 11 Ultra mit den besten Kameras, dem besten Display und dem schnellsten Chipsatz auf dem Markt.

Pro

  • an allen Seiten gebogenes Display, hochwertige Verarbeitung mit Keramikrückseite, wasserdicht nach IP68
  • farbgenaues, extrem helles 6,81 Zoll-OLED-Display mit 1440p und 120 Hz
  • beste Foto- und Videoqualität auf dem Markt
  • extrem schneller Snapdragon 888-Chipsatz
  • gute Akkulaufzeit, sehr schnelles Aufladen
  • Minidisplay mit großem Potenzial
  • Harman Kardon-Stereo-Sound mit Dolby Atmos, 3 Mikrofone

Kontra

  • schwer, sehr großes Kameramodul
  • Potential des Minidisplay nicht wirklich genutzt
  • enttäuschende Benchmark-Ergebnisse

Die Vorschusslorbeeren wurden zurecht verteilt: Das Xiaomi Mi 11 Ultra ist das ultimative Fotohandy mit dem besten Display, dem schnellsten Prozessor und extrem schnellen Ladevorgängen. Es fängt Fotos und Videos genauso gut oder besser als die gesamte Konkurrenz ein und wird hoffentlich per Software-Update sogar noch besser werden. Dazu kommen zwei der besten Lautsprecher auf dem Markt und ein edles Keramikgehäuse. Einzig das hohe Gewicht oder den Preis des Ultra könnte man als Nachteil empfinden. Aus unserer Sicht ist es jedes Gramm und jeden Cent wert.

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7 Comments
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RRR
RRR
5 Monate zuvor

Wahnsinn, was Xiaomi da gebaut hat.

Jason
Jason
5 Monate zuvor

Warum sind die Benchmarks so niedrig?

President Devil
President Devil
5 Monate zuvor
Antwort auf  Jason

Das passiert halt, wenn man die intelligente Akkufunktion beim Benchmark-Test nicht ausschaltet. Schaue dir mal diesen Speedtest an:

Sony Xperia 1 III vs Samsung S21 Ultra – Speed Test!
https://youtu.be/Z9kEW-QXESI

Zuletzt bearbeitet 5 Monate zuvor von President Devil
Marlon
Marlon
5 Monate zuvor

Krasse Fotos

Marc
Marc
5 Monate zuvor

Zu teuer. Leider.

MCS
MCS
4 Monate zuvor

Ich finde hier wurde doch ein extrem wichtiger Punkt vergessen wenn man am Ende auch das S21 Ultra und das OnePlus 9 Pro ins Spiel bringt.
Xiaomi liefert 2 Jahre Updates und bisher ist es so, im ersten Jahr top und dann schon mit Glück alle 3 Monate.
OnePlus liefert da schon 3 Jahre und Samsung sogar 4 und die beiden Hersteller sind dafür bekannt, diese auch pünktlich und aktuell zu liefern.
Vergleicht man nun die beiden Ultras, ist es da so gravierend, dass die Kamera vom Mi11 in einigen Situationen besser ist? Da habt ihr übrigens vergessen, dass die Nachtaufnahmen vom S21 besser sein sollen.
Nur ist der Vergleich beim Preis nicht wirklich fair. Das Xiaomi ist noch nicht im Preis gefallen, soll sogar Lieferschwierigkeiten haben. Das S21 Ultra gab es schon für unter 1000€.
Nur, am Ende, da bleibt es ein Rechenbeispiel. Das Xiaomi ist nach 2 Jahren ohne Support. So betrachtet eigentlich wertlos. Das Samsung wird weitere 2, insgesamt 4 Jahre versorgt. Am Ende der Rechnung bleibt es dann eine Entscheidungsfrage. Nutzt man die Kamera wirklich so oft und in allen Varianten und zahlt auf 4 Jahre gerechnet 2600€ oder fallen einem selbst die minimalen Abstriche nicht auf und man zahlt in 4 Jahren knapp 1000€? Beziehungsweise 1250€ UVP. Obwohl. Ne. Nicht fair, aktuelle Straßenpreise, da ist das S21U unter 1000€ schon zu haben.

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