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Samsung Galaxy S21 Ultra offiziell: S-Pen-Unterstützung, zwei Tele-Objektive

Die Galaxy S-Serie gibt es seit über einem Jahrzehnt. In diesem Jahr kommt aber mit den Galaxy S21-Handys etwas mehr Bewegung als üblich in die neuen Flaggschiffe. Das liegt zum Einen an einer stärkeren Abgrenzung zwischen dem S Ultra und den anderen S-Handys, zum Anderen nähern sich S Ultra und Note Ultra immer mehr an. Samsung hat das Ultra-Label erst vor etwas weniger als einem Jahr eingeführt. Damals war die Kamera der Hauptunterschied zwischen Ultra- und Plus-Modell. Das gilt auch in diesem Jahr, aber das Display hat sich als weiterer wichtiger Faktor herausgestellt.

Das Samsung Galaxy S21 Ultra ist das mit Abstand beeindruckendste der drei neuen Modelle. Das 6,8 Zoll-Dynamic-AMOLED-2X-Display ist etwas kleiner als im Vorjahr, hat aber immer noch gebogene Seiten, die auf Gorilla Glass Victus upgegradet wurden. Die Auflösung von 1440p+ wurde beibehalten, während die beiden anderen S21-Modelle mit 1080p+ Vorlieb nehmen müssen.

Bei der Bildwiederholfrequenz hat sich ebenfalls etwas getan. Bisher musste man bei den Galaxys bei 120 Hz mit einer niedrigeren Auflösung auskommen. Das S21 Ultra läuft jedoch weiter klaglos mit 1440p+. Die Frequenz ist zudem adaptiv und kann bei Bedarf auf bis zu 10 Hz abfallen. Das reduziert den Stromverbrauch, insbesondere bei statischen Anwendungen wie dem Always On Display. Die Helligkeitswerte stoßen ebenfalls in neue Galaxien vor: Der Spitzenwert liegt bei 1.500 Nits.

Die andere wichtige Änderung ist, dass das S21 Ultra den bisher dem Note vorbehaltenen S Pen unterstützt. Oder besser gesagt jeden Wacom-Stift. Der Stift lässt sich im Gegensatz zum Note aber nicht im Gehäuse verstauen. Abgesehen davon bietet der S Pen alle Funktionen, die man erwartet. Leider aber keinen Akku – somit fallen Bluetooth-Funktion wie das Knipsen eines Fotos oder Bewegungsgesten leider aus.

Das erste Kamera-Upgrade, was man bemerkt, sind die zwei Teleobjektive. Als hätten sie sich in Korea vermehrt. Das Periskop-Objektiv wurde auf 10-fache optische Vergrößerung aufgebohrt und ein herkömmliches 3-fach-Zoom hinzugefügt, um die Zoomlücke im mittleren Bereich zu füllen. Darunter verarbeitet der hochauflösende Hauptsensor den 1x bis 3x-Bereich mit verlustfreiem Digitalzoom.

Der 108 Megapixel-Hauptsensor wurde ebenfalls aktualisiert. Samsung nennt es einen „Bright Night-Sensor“, der 9 Pixel auf 1 Pixel herunterrechnet und somit 12 Megapixel-Fotos schießt. Das soll für ungekannte Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen sorgen. Manuelles Nachbearbeiten bietet sich ebenfalls an, da die eigenen Schnappschüsse auch als 12 Bit-RAW-Dateien gespeichert werden können. Das S21 Ultra ist außerdem das erste Samsung-Smartphone, welches 4K 60fps-Videoaufnahmen mit allen Kameras unterstützt. Und damit sind wirklich alle Kameras gemeint, einschließlich der 40 Megapixel-Selfie-Kamera, dem 12 Megapixel Ultra Wide und den beiden Tele-Objektiven.

Jetzt kommen wir zu den kleineren (aber immer noch wichtigen) Dingen. Das Galaxy S21 Ultra ist das erste Handy, das Wi-Fi 6E / 802.11ax unterstützt, was im weniger überfüllten 6 GHz-Band funkt. Dadurch bekommt man mehr Bandbreite und eine geringere Latenz. Der 5.000 mAh-Akku hat die gleiche Kapazität wie im letzten Jahr, senkt aber leider die maximale kabelgebundene Ladegeschwindigkeit auf 25 Watt. Damit sind 50% in 30 Minuten erreicht. Ein Ladegerät legt Samsung nicht bei. Die gute Nachricht ist, dass Sie jedes USB-Ladegerät verwenden können (PPS wird unterstützt). Auch drahtlose Ladegeräte funktionieren.

Das Ultra startet mit 128 GB Speicherplatz, genau wie die beiden anderen S21-Varianten. Optional gibt es 256 GB oder 512 GB. Nur mit der letzten Option gibt es auch 16 GB RAM – unterhalb von 512 GB Speicher muss man mit 12 GB zurechtkommen. Samsung baut auch wie üblich zwei Versionen des S21 Ultra – eine mit dem Snapdragon 888 und eine mit dem Exynos 2100. Aussuchen kann man sich das leider nicht, der Chipsatz hängt davon ab, wo man das Telefon kauft. Nordamerika bekommt wie immer den Snapdragon, Europa und Indien die Exynos-Version. In beiden Fällen läuft auf dem S21 Ultra Android 11 mit der neuesten One UI 3, die einige exklusive Funktionen einschließlich der S-Pen-Unterstützung bietet.

Das Samsung Galaxy S21 Ultra kostet ab 1.250 Euro für das 12/128-GB-Modell. Das sind 100 Euro weniger als beim S20 Ultra im letzten Jahr. 4G-Versionen der S-Serie gibt es nicht mehr. Ab dem 29. Januar sind die neuen Handys im Handel erhältlich, bei Vorbestellung möglicherweise etwas früher. Zudem gibt es bei Pre-Order kostenlos ein Paar Samsung Galaxy Buds Pro mit Geräuschunterdrückung und einen SmartTag dazu.

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Samsung

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Lord Schnaggels
Lord Schnaggels
1 Monat zuvor

Immer dasselbe, kaum ist n neues Highend Handy draußen kriegt man feuchte Finger 🤬

JJJ
JJJ
1 Monat zuvor
Antwort auf  Lord Schnaggels

Same here 😂

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