Meta Quest 3 Headset soll deutlich leichter werden

Bloomberg-Journalist Mark Gurman hat sich in seinem neuesten Power On-Newsletter zum kommenden Meta Quest 3 Mixed-Reality-Headset geäußert. Laut Gurman wird das Quest 3 mit dem Codenamen Eureka „weitaus leichter und dünner“ als das Quest 2. Viele der erwähnten Funktionen ähneln denen des Apple Mixed Reality-Headsets namens „Reality Pro“, einschließlich Handtracking und Pass-Through-Video.



Einige Gerüchte besagen jedoch, dass das angebliche Apple-Headset bis zu 3.000 US-Dollar kosten könnte. Laut Gurman hat sich Meta noch auf keinen Preis des Quest 3 geeinigt. Es wird aber wohl teurer als das 400 Dollar-Quest 2, welches mit der Einführung des Nachfolgers günstiger werden könnte. Außerdem wird das Quest 3 definitiv weitaus billiger als das Quest Pro, welches letzten Herbst für 1.499,99 US-Dollar auf den Markt kam. Das Quest Pro konnte aber nie die Verkaufserwartungen erfüllen und wurde bereits im März auf einen Preis von 999,99 US-Dollar gesenkt.
Im Februar teilte Meta VR-Manager Mark Rabkin seinen Mitarbeitern mit, dass das Quest 3 teurer als der Vorgänger wird und dass „wir den Leuten beweisen müssen, dass sich all diese Leistung, all diese neuen Funktionen lohnen.“ Er sagte, Meta habe bisher 20 Millionen Quest-Headsets verkauft. Er zeigte auch eine Vorschau auf das leichtere Design und erklärte, dass man „sich von dem Moment an, in dem man dieses Headset aufsetzt, durch die gemischte Realität besser, einfacher und natürlicher anfühlen muss. […] Man kann mühelos durch sein Haus gehen mit dem Wissen, dass man perfekt sehen kann. Man kann Anker und andere Dinge auf seinem Schreibtisch platzieren. Man kann seinen Kaffee mitnehmen. Man kann da viel länger drin bleiben.“
Meta Quest 3 ohne Eye-Tracking
Der Bericht bestätigt auch einige andere Upgrades, wie einen Qualcomm Snapdragon XR2-Chipsatz der zweiten Generation. In dem Bericht wurde aber auch darüber gesprochen, was dem Quest 3 fehlen wird, nämlich Eye-Tracking. Das bedeutet, dass Spiele kein foveated Rendering nutzen können. Diese Funktion des PSVR 2 von Sony passt sich an die Blickrichtung des Spielers an und ermöglicht es dem System, die Rechenleistung an diesen Stellen zu konzentrieren.


Zu den Designverbesserungen des Quest 2 gehören mehr Sensoren in drei pillenförmigen Bereichen. Diese enthalten vier Kameras, von denen zwei Farbkameras für Passthrough-Video sind. Das Quest 3 verfügt außerdem über ein verbessertes System zum Einstellen des Pupillenabstands der Linsen. Den Abstand zwischen den Augen kann man mit einem drehbaren Rad einstellen, anstatt das Headset abzunehmen und das Display manuell zu bewegen.
Ein Tiefensensor in der Mitte des Geräts könnte die AR-Leistung im Vergleich zum reinen Kameraansatz des Quest Pro verbessern. Neu gestaltete Controller verzichten auf die Ringe des Quest 2. Die Position der Controller könnte über Tiefensensoren statt Kameras wie beim Quest Pro verfolgt werden, was Kosten sparen würde. Mark Zuckerberg, CEO von Meta, sagte in einem Protocol-Interview tatsächlich, dass bereits das Quest Pro einen Tiefensensor erhalten würde. Die Funktion schaffte es am Ende aber nicht in die endgültige Version.
Gurman nannte das Pass-Through-Video des Meta Quest 3 „fast lebensecht“. Es hört sich so an, als seien die Verbesserungen dort hauptsächlich auf die Art und Weise zurückzuführen, wie die Kameras des Headsets mit Licht und Farbe umgehen. Denn die Display-Auflösung habe sich trotz einiger Gerüchte in dieser Richtung nicht merklich geändert.


