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Microsoft Surface Neo: Was bisher bekannt ist

Microsoft baut an einem Nachfolger des Surface Duo. Das neue Modell hört auf den Namen Surface Neo, hat ebenfalls zwei Displays und dürfte endgültig in keine Hosentasche mehr passen. Unterschiede gibt es auch bei der Software: Statt Android kommt die neue Windows-Variante Windows 10X zum Einsatz. Viel ist noch nicht bekannt zum Surface Neo, hier kommt unser Überblick.

Microsoft Surface Neo-Hardware

Das Surface Neo ist ein faltbares Tablet mit zwei LCD-Displays, die durch ein einzigartiges Scharnierdesign miteinander verbunden sind. Die Displays können sowohl einzeln für Multitasking oder zusammen als ein großer Bildschirm verwendet werden. Die Displays selbst sind jeweils 9 Zoll groß, was einer Gesamtdiagonale von 13,1 Zoll Bildschirmfläche entspricht.

Microsoft Surface Neo

Im geschlossenen Zustand ist das Gerät 11,2 mm dünn, sodass die Hälften im geöffneten Zustand jeweils nur 5,6 mm in der Tiefe messen. Das Gewicht liegt bei stattlichen 655 Gramm. Die Außenseiten bestehen aus Glas, während Microsoft in der Vergangenheit Magnesium oder Aluminium verwendete. Das Surface Neo verfügt außerdem über ein Windows Hello IR-Display am oberen linken Rand sowie eine dazugehörige Frontkamera. Auf der linken Seite des Geräts befinden sich die Ein-/Aus-Taste und die Lautstärkewippe. Ein einzelner USB-C-Anschluss ist in der Nähe des Scharniers auf der rechten Seite des Geräts verbaut.

Im Inneren sitzt das Herzstück des Surface Neo: Ein Intel Lakefield-Prozessor gepaart mit einem LTE-Modem. Auf dem Surface Duo kam noch ein Qualcomm-Prozessor zum Einsatz, was den mobilen Anspruch des Duo unterstützt. Derzeit wissen wir nichts über RAM oder Speicher, gehen aber von den typischen 8 GB/16 GB RAM-Konfigurationen zusammen mit 128 GB/256 GB Speicher aus.

Surface Neo Software

Auf der Softwareseite gehen wir für das Surface Neo von einer brandneuen Windows-Version namens Windows 10X aus. Dabei handelt es sich um ein neues Betriebssystem von Microsoft, das für einfache Anwendungen unabhängig vom Gerät entwickelt wurde. Es verzichtet auf ältere Komponenten und Funktionen, was bedeutet, dass alles von der Windows-Shell bis zum zugrunde liegenden Betriebssystem mit modernen Technologien neu entwickelt wurde. Ältere Apps sollen aber weiterhin unterstützt werden.

Microsoft Surface Neo

Als Einsatzzweck für Windows 10X sieht Microsoft in erster Linie mobile, faltbare PCs. Dementsprechend wurde eine erweiterte Benutzeroberfläche mit Touch als primärer Eingabemethode entwickelt. Windows10X kommt mit einer minimierten Taskleiste, die nach oben gewischt werden kann, um laufende und angeheftete Apps anzuzeigen, einschließlich der üblichen Schaltflächen für Start und Aufgabenansicht. Die Leiste wird auf beiden Displays angezeigt und je nachdem, auf welchem man auf ein App-Symbol tippt, wird diese App auch auf dem entsprechenden Bildschirm gestartet. Maximieren funktioniert wie schon beim Surface Duo durch ziehen einer App auf die mittlere Einfassung.

Es gibt ein neues Aktions- / Controlcenter, in dem Benachrichtigungen gespeichert und angezeigt werden. Funktionen wie Lautstärkereglung, Energieoptionen und Akkustand sind ebenfalls hier zu finden. Da Windows 10X immer noch Windows ist, können alle üblichen Windows-Programme ausgeführt werden, auch solche außerhalb des Microsoft Store. Da Windows 10X aber tatsächlich eine Neuentwicklung darstellt, werden Legacy-Apps in einem Container ausgeführt. Dieser Container enthält eine abgespeckte Version von Windows 10 für Win32-Programme. Die Anwendung findet man auf dem Windows 10X-Desktop, als wäre sie eine native App.

Microsoft Surface Neo

Im Gegensatz zu älteren Programmen werden moderne UWP- und Webanwendungen nativ unter Windows 10X ausgeführt. Microsoft hat hart gearbeitet, um sicherzustellen, dass es keinen merklichen Leistungsunterschied zwischen Legacy-Apps und modernen Apps gibt. Es kann jedoch zu einer leichten Verzögerung beim Starten einer Legacy-App kommen, wenn noch keine anderen Legacy-Apps ausgeführt werden. Aufgrund der Funktionsweise der Container sind Win32-Apps unter Windows 10X in einer Sandbox gespeichert und können das Gesamtsystem nicht beeinflussen. Das bedeutet allerdings auch, dass Legacy-Programme, die sich auf Systemdateien oder Festplattenpartitionierungen auswirken, mit Windows 10X nicht funktionieren. Das Surface Neo bietet dank Windows 10X auch schnellere Updates. Microsoft sagt, dass Neustarts nach Updates weniger als 90 Sekunden dauern.

Microsoft Surface Neo-Zubehör

Neben der Hardware selbst hat Microsoft auch schon Zubehör vorgestellt, das mit dem Surface Neo kombiniert werden kann. Das erste ist eine magnetische Tastatur, die an das Display angeschlossen wird und haptisches Feedback anbietet. Die Tastatur kann auch an der Außenseite des Geräts angebracht und dort bei Nichtgebrauch drahtlos geladen werden. Das andere Zubehör ist der neue Surface Pen, der ebenfalls drahtlos auf der Rückseite des Geräts aufgeladen wird.

Microsoft Surface Neo

Wenn die externe Tastatur an das Display angeschlossen ist, wird Microsofts neue „Wonderbar“ aktiviert. Dadurch wird die Hälfte des Displays in eine erweiterte TouchBar verwandelt, auf der man Emojis findet, Funktionen steuern und ein virtuelles Trackpad verwenden kann.

Erscheinungsdatum des Surface Neo

Microsoft hatte ursprünglich geplant, das Surface Neo Ende 2020 auszuliefern. Da im Jahr 2020 aber, wie wir alle wissen, wenig nach Plan lief, gibt es im Moment kein offizielles Veröffentlichungsdatum. Gerüchten zufolge wird das Surface Neo frühestens 2022 eintreffen, sodass Windows 10X erstmal mit normalen Laptops auf den Markt kommen würde. Zum Preis gibt es dementsprechend auch noch keine Infos. Da das Surface Duo aber schon auf einen Basispreis von 1.400 US-Dollar kam, dürfte das Surface Neo noch erheblich teurer werden.

Fotos
Microsoft

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A.-M. Ziegler
A.-M. Ziegler
21 Tage zuvor

Das Surface Neo ist ein ganz eigenständiges Gerät und kein Nachfolger des Duo. Das Duo ist ein Smartphone und das Neo ist quasi ein Tablett. Und wurden beide auch im gleichen Zuge vorgestellt. Grober Schnitzer gleich zu Beginn des Artikels. Am besten noch mal die Vorstellung beider Geräte anschauen.

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