Android-Tests

Geekbench schmeißt OnePlus 9 und 9 Pro nach Manipulationsvorwürfen raus

In einer langwierigen und tiefgehenden Untersuchung hat AnandTech eine sehr interessante „Optimierung“ beim OnePlus 9 und 9 Pro gefunden, wenn es um Benchmarking-Apps geht. Im Wesentlichen analysiert die hauseigene Benutzeroberfläche OxygenOS alle Apps und lässt sie im Normalfall im Energiesparmodus laufen, um die Akkulaufzeit zu verlängern. Im Falle von Benchmarking-Apps wird die Leistung aber nicht durch OxygenOS eingeschränkt, unabhängig davon, wie der Nutzer sein OnePlus 9 konfiguriert hat. In den Augen von Geekbench ist das Betrug.

Aus diesem Grund hat Geekbench das OnePlus 9 und 9 Pro aus seiner Datenbank geworfen. Geekbench sagt, dass das System Leistungsentscheidungen basierend auf App-IDs trifft und nicht basierend auf dem eingestellten Verhalten. Mit anderen Worten, das System sucht nach bestimmten Apps, um seine volle Leistung abzurufen, anstatt die Leistung zu steigern, nachdem eine App dies angefordert hat. Nach den Richtlinien von Geekbench handelt es sich dabei um einen Fall von Leistungsmanipulation. Der Benchmarking-Anbieter will nun prüfen, ob sich andere OnePlus-Modelle genauso verhalten.

Der Fall liegt etwas anders als die klassischen Betrugsfälle, bei denen Hersteller ihre Smartphones so einstellen, dass sie beim Durchlaufen von Benchmarks die Temperaturgrenzen ignorieren. Stattdessen läuft OxygenOS bei Benchmarks an seinem vorgesehenen Limit, während fast jede andere App im Energiesparmodus sehen muss, wo sie bleibt. Der Effekt ist sehr ähnlich – Benchmark-Tools profitieren von einem höheren Leistungsniveau als alle anderen Apps.

Bisher gibt es noch keine offizielle Antwort von OnePlus.

Fotos
OnePlus
Quelle
www.anandtech.com
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