Apple iPhone Ultra: Kein Face ID, keine Telekamera und limitierte Produktion

Und das ist noch nicht alles - darüber hinaus soll auch noch die Produktion des Apple iPhone Ultra stark limitiert sein.
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Das erste faltbare Apple iPhone Ultra wird voraussichtlich auf mindestens vier Funktionen verzichten, die bei den iPhone 18 Pro-Modellen vorhanden sein werden, und das trotz eines Preises von mindestens 2000 Euro/US-Dollar. Der geringe Platz im ultradünnen Gehäuse wird den Hersteller vor ähnliche Probleme wie beim iPhone Air gestellt haben.

Dem iPhone Air fehlen Ultraweitwinkel- und Telekameras, ein SIM-Kartensteckplatz und Stereolautsprecher. Mit seinem superdünnen Design, dem Titanrahmen und der Glasrückseite dürfte das Apple iPhone Ultra dem iPhone Air im Design sehr ähnlich sein, daher sind auch ähnliche Kompromisse ziemlich wahrscheinlich. Es gab bisher zwar keine Bestätigungen dafür, aber diverse Berichte und Gerüchte dazu, dass dem iPhone Ultra folgende Funktionen fehlen werden:

  • Face ID / TrueDepth-Kameraanordnung
  • Telekamera
  • Aktionstaste
  • Physischer SIM-Kartensteckplatz
  • mmWave 5G

Face ID

Das Apple iPhone Ultra ist vermutlich zu dünn, um Apples TrueDepth-Kameraanordnung aufzunehmen, die für die Face ID-Authentifizierung erforderlich ist. Daher wird erwartet, dass Apple stattdessen wieder auf einen seitlichen Touch ID-Knopf zurückgreift.

Es wird weiterhin eine Frontkamera für beide Displays geben, wobei es sich bei der inneren Kamera Gerüchten zufolge um einen 24-Megapixel-Unter-Display-Sensor handeln soll, die biometrische Authentifizierung wird jedoch über den Fingerabdruckleser erfolgen.

Das letzte Flaggschiff-iPhone mit Touch ID war das iPhone 7 aus dem Jahr 2016. Die iPhone 18 Pro-Modelle gehen den umgekehrten Weg und verlagern den Flutlichtstrahler von Face ID offenbar unter den Bildschirm, um das Dynamic Island zu verkleinern.

Telekamera

Wie an Dummy-Modellen von Sonny Dickson, Vadim Yuryev und anderen zu sehen ist, wird das Apple iPhone Ultra voraussichtlich nur über zwei Rückkameras verfügen. Dabei soll es sich um 48-Megapixel-Weitwinkel- und Ultraweitwinkelobjektive handeln, ohne die bei den Pro-Modellen übliche Telekamera.

Mark Gurman von Bloomberg sagte letzten Monat, dass die Leute, die das Apple iPhone Ultra benutzt haben, davon beeindruckt seien, hob aber das Kamerasystem als die wahrscheinlichste Enttäuschung für Käufer hervor.

Aktionstaste

Dummymodelle deuten weiterhin auf das Fehlen der Aktionstaste hin. Ein Ein-/Ausschalter und Lautstärketasten sind deutlich sichtbar, wobei sich die Lautstärketasten am rechten oberen Rand des Apple iPhone Ultra befinden, ähnlich wie beim iPad mini. Der linke Rand scheint jedoch völlig frei zu sein. Damit wäre das Ultra das erste iPhone ohne Aktionstaste oder Stummschalter, rund drei Jahre nachdem Apple die Aktionstaste beim iPhone 15 Pro als Ersatz für den Stummschalter eingeführt hatte.

Das ungewöhnliche Tastenlayout wurde zuerst vom Weibo-Leaker Instant Digital ins Spiel gebracht. Er behauptete, dass sich das Motherboard auf der rechten Seite des Apple iPhone Ultra befindet. Anstatt die Kabel wie bei allen anderen iPhones über das Display zur linken Seite zu verlegen, wo sich die Lautstärketasten befinden, soll Apple sich entschieden haben, sie direkt nach oben zu führen, um den internen Platz optimal zu nutzen.

SIM-Kartensteckplatz

Gerüchten zufolge wird das Apple iPhone Ultra, genau wie das iPhone Air, keinen SIM-Kartensteckplatz besitzen und ausschließlich mit eSIM kompatibel sein. Gurman und der Analyst Ming-Chi Kuo gehen beide davon aus, dass das Gerät in allen Märkten, in denen es auf den Markt kommt, nur mit eSIM erhältlich sein wird.

mmWave 5G-Konnektivität

Das Apple iPhone Ultra wird voraussichtlich kein mmWave 5G unterstützen. Das liegt daran, dass unter der Haube höchstwahrscheinlich Apples eigenes C2-Modem werkelt, welches mmWave angeblich noch nicht unterstützt. Die in den USA verkauften iPhone 18 Pro-Modelle werden voraussichtlich weiterhin Qualcomm-Hardware verwenden, da diese die von amerikanischen Mobilfunkanbietern genutzten mmWave-Frequenzen unterstützt. Apple verkauft außerhalb der USA keine mmWave-fähigen iPhones.

Die auf dem C2-Chip basierende Konfiguration des iPhone Ultra würde daher, genau wie beim iPhone Air, Apples Modem-Übergang vorantreiben, könnte das Gerät aber auf 5G unter 6 GHz beschränken.

MagSafe

Gurman hat aber kürzlich angedeutet, dass MagSafe doch noch im Apple iPhone Ultra verbaut wird. In einem Interview mit Tom’s Guide sagte Gurman: „Alles, was ich gehört habe, deutet darauf hin, dass MagSafe auch bei diesem faltbaren Smartphone zum Einsatz kommt.“ Er verwies dabei auf die Tatsache, dass Apple die Magnetanordnung bereits im iPhone Air integriert hatte.

Die Unsicherheit rührte von den Anfang des Jahres aufgetauchten Dummy-Modellen des Geräts her. Die von Dickson und Yuryev präsentierten Exemplare wiesen keine Aussparungen für die internen MagSafe-Magnete auf, während die daneben gezeigten Attrappen des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max diese eindeutig besaßen. Durchgesickerte Hüllen für das Apple iPhone Ultra hingegen enthielten einen Magnetring, sodass die Frage bis vor Kurzem offen blieb.

Preis

Der kolportierte Startpreis für das Apple iPhone Ultra variiert, doch Berichten zufolge wird er nicht unter 1.999 US-Dollar liegen. Kuo geht von einem Preis zwischen 2.000 und 2.500 US-Dollar aus. Für Europa können wir diese Preise mit hoher Wahrscheinlichkeit direkt in Euro übersetzen oder sogar nochmal um 10 % erhöhen. Das iPhone 17 Pro, welches ab 1.099 US-Dollar erhältlich ist, bietet alle oben genannten Funktionen.

Apple iPhone Ultra-Produktion erreicht nur wenige Hundert Einheiten pro Tag

Darüber hinaus ist ein neuer Bericht von Nikkei Asia herausgekommen, der noch ein weiteres Problem des Apple iPhone Ultra beschreibt. Der Bericht behauptet basierend auf Quellen aus der Lieferkette dass Apple im letzten Monat aufgrund der extrem hohen Qualitätskontrollstandards des Unternehmens nur „einige hundert Einheiten pro Tag“ seines kommenden faltbaren iPhones produzieren konnte.

„Die Produktion läuft langsam an, derzeit liegt die Ausbeute Ende August bei nur wenigen hundert Einheiten pro Tag. Dieses anfängliche Volumen könnte schwierig sein, um die Marktnachfrage zu decken.“

Supply-Chain-Manager gegenüber Nikkei Asia

Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass die Produktion des Apple iPhone Ultra aufgrund der komplexen Fertigung des Geräts mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Die Scharnierkonstruktion und die Haltbarkeitstests des Displays stellten dabei die größten Herausforderungen dar. Diese Probleme sollen während der Testproduktion bei Foxconn gelöst worden sein, woraufhin Apple seine Bestellung von ursprünglich 7–8 Millionen Einheiten auf rund 10 Millionen Einheiten erhöhte, wie Nikkei bereits berichtete.

Laut Quellen des Magazins führte Apple im August einen zusätzlichen Prüfprozess für das faltbare iPhone ein, um sicherzustellen, dass es gemäß den vorgegebenen Spezifikationen in Serie gefertigt werden kann. „Die Oberflächenebenheit und die Funktion des Scharniers gehören zu den Details, bei denen Apple eine höhere Produktionsausbeute anstrebt“, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person gegenüber Nikkei.

All dies hat die kommerzielle Produktion offenbar um Wochen verzögert, was darauf hindeutet, dass Apple sein Produktionsziel verfehlen könnte, sofern es die Produktion nicht schneller steigern kann. Apple und seine Zulieferer arbeiten angeblich rund um die Uhr daran, die Produktion anzukurbeln und Engpässe in den Vertriebszentren zu vermeiden.

Der Zeitpunkt für das Apple iPhone Ultra scheint denkbar knapp. Einem früheren Bericht zufolge könnte das Gerät sogar gestaffelt auf den Markt kommen und zunächst nur in den USA erhältlich sein.

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Apple wird das neue Ultra voraussichtlich am Mittwoch, dem 9. September, im Rahmen seines „Surprise and Shine“-Events zusammen mit dem iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max vorstellen.

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Toni Hobrecht
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