Cambridge Analytica-Skandal: Facebook zahlt 725 Millionen Dollar

Wie aus einer Akte des US-Bezirksgerichts hervorgeht, hat Facebook-Muttergesellschaft Meta sich bereiterklärt, den Fall Cambridge Analytica für 725 Millionen US-Dollar beizulegen. Die vorgeschlagene Einigung würde einen seit 2018 laufenden Fall beenden. In diesem wurde Facebook beschuldigt, dem externen Beratungsunternehmen den Zugriff auf die Daten von fast 87 Millionen Nutzern gegeben zu haben.


Facebook Büro Seattle / Meta Quest Pro-Headset
Cambridge Analytica, ein inzwischen aufgelöstes Unternehmen, arbeitete 2016 für Donald Trumps erfolgreiche Präsidentschaftskampagne. Es sammelte persönliche Informationen von Facebook-Konten für die Erstellung von Wählerprofilen und das Targeting ohne die Zustimmung der Nutzer.
Der Fall veranlasste Regierungen auf der ganzen Welt, ihre Datenschutzpraktiken neu zu bewerten. Facebook hatte bereits 2019 zugestimmt, 5 Milliarden US-Dollar zu zahlen, um eine Untersuchung der Federal Trade Commission beizulegen. Weitere 100 Millionen US-Dollar wurden fällig, um Ansprüche der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC zu begleichen. In beiden Fällen ging es um Datenschutz und wie Facebook die Daten der Nutzer verwendet.
Den Vergleich muss noch ein Bundesrichter der San Francisco Division des Northern District of California Court genehmigen. Laut Reuters gab Meta kein Fehlverhalten zu und behauptete, dass es „den Ansatz zum Datenschutz überarbeitet und ein umfassendes Datenschutzprogramm implementiert“ habe.


