YouTube und Spotify: Keine Apps für Apple Vision Pro-Headset

Dass die Netflix-App auf dem kommenden Apple Vision Pro-Headset nicht funktionieren wird, ist schon länger bekannt. Nun berichtet Bloomberg, dass auch YouTube und Spotify keine Pläne haben, Apps für die Mixed-Reality-Brille zu entwickeln. Keiner dieser Dienste wird eine spezielle visionOS-App auf den Weg bringen. Und die Apps für das Apple iPad der beiden Unternehmen werden ebenfalls nicht mit dem 3.499 US-Dollar teuren VR-Headset kompatibel sein.
Offenbar gehen sowohl YouTube als auch Spotify davon aus, dass die Entwicklungskosten den zu erwartenden Umsatz deutlich übersteigen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Eine App zu entwickeln ist heutzutage keine große Sache mehr. Im Fall des Apple Vision Pro-Headsets müssten die Unternehmen aber auch die passenden Inhalte bereitstellen. Und so spannend Mixed Reality ist, kann YouTube bestehende Inhalte offenbar nicht einfach portieren.
Stattdessen müssten Creator erstmal neue 3D-Inhalte erstellen. Aber selbst bei einem passenden Content-Angebot bleibt die Frage, wie groß die Zielgruppe in Anbetracht der Kosten für das Apple Vision Pro von 3.499 $ wären. Somit bleibt erstmal nur eine Option – die Dienste werden weiterhin über den Browser zugänglich sein. Dafür braucht mal aber natürlich kein Virtual Reality-Headset.
Das Apple Vision Pro kann ab heute vorbestellt werden, die Auslieferung ist für den 2. Februar geplant. Und während YouTube eine eigene App für das Meta Quest hat, hat Spotify nie eine App für ein VR-Headset entwickelt, was auch niemanden wundert. Auch Meta-Apps wie Facebook, Instagram und WhatsApp werden auf dem Vision Pro fehlen. Meta hat seine Pläne aber noch nicht bestätigt, sodass die Apps möglicherweise irgendwann in der Zukunft den Sprung in die virtuelle Realität wagen.


