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Amazfit GTS 2 Mini-Test

Die Amazfit GTS 2 Mini stellte sich als absolutes Erfolgsmodell für den chinesischen Hersteller Huami heraus. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine kompaktere Version der Uhr im Vergleich zur normalen GTS 2 und der neueren GTS 2e. Das Gehäuse ist auf 40 mm geschrumpft und das Gewicht liegt nur noch bei 19 g. Das verschwindend niedrige Gewicht ist neben den kompakten Abmessungen der Titanlegierung des Gehäuses und dem Kunststoff auf der Rückseite zu verdanken. Es gibt einen einzelnen Knopf an der Seite, was weiteres Gewicht spart. Trotzdem werden diverse Sportarten und Smartwatch-Funktionen unterstützt. Ist die GTS 2 Mini daher eine klare Kaufempfehlung? Das klärt unser Test.

Design und Verarbeitung

Das abnehmbare Silikonarmband ist 20 mm breit und bietet sich vor allem an, wenn man mit der GTS 2 Mini auch Joggen und Schwimmen möchte – die Uhr ist bis 50 Meter wasserdicht. Man hat die Wahl zwischen den Farben Midnight Black, Flamingo Pink und Sage Green, was im Vergleich zu den anderen GTS 2-Modellen eine Reihe neuer Farboptionen bedeutet.

Im Vergleich zur GTS 2 ist das Design der Mini eher gedrungen und kantig. Es fehlt das attraktivere geschwungene Finish, das man bei den teureren Modellen bekommt. Es sieht aber immernoch schick aus und fühlt sich gut an, besonders für den Preis.

Display und Bedienung

Displaygröße und -auflösung sind mit einem 1,55 Zoll großen AMOLED-Touchscreen mit 354 x 306 Pixeln leicht geschrumpft. Das Panel unterstützt auch einen Always-On-Modus, allerdings auf Kosten der Akkulaufzeit.

Die GTS 2 und 2E kommen im Vergleich auf 1,65 Zoll und eine Auflösung von 348 x 442 Pixeln. Es ist im Großen und Ganzen immer noch ein sehr gutes Display, aber die Lebendigkeit und der Farbreichtum gehen etwas zurück. Bei einigen Symbolen fehlen ein oder zwei Pixel – die Icons wirken ein wenig einfacher. Für den Preis und die Konkurrenz in dieser Klasse gibt es aber keinen Anlass zur Kritik.

Während die GTS 2 Mini vielleicht keine großen neuen Ideen auf den Tisch des Uhrendesigns bringt, fühlt sie sich schick und wertig an. Sie ist eine gut aussehende Uhr, auch wenn ihr einige der hochwertigeren Eigenschaften ihrer teureren Gegenstücke fehlen. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist dagegen die physische Bedienung – der Knopf bestätigt mitnichten die Auswahl, sondern bringt einen zurück auf den Startbildschirm. Dort angekommen, kommt man mit einem weiteren Klick wieder zurück ins Menü und muss die getroffene Wahl auf dem Touchscreen bestätigen.

Gesundheits-Tracking

Was die Software angeht, gibt es dagegen wenig Kompromisse. Die Fitness- und Gesundheits-Tracking-Funktionen ändern sich im Vergleich zum Rest der Serie kaum. Die Bewegungssensoren umfassen einen Beschleunigungsmesser, ein Gyroskop, Amazfits neuesten BioTracker 2 für die Verfolgung der Herzfrequenz und des Blutsauerstoffs sowie integriertes GPS.

Ein Schrittzähler ist genauso an Bord wie die Messung der Schlafqualität und des Stresslevels. Man kann sich durch Atemübungen leiten lassen und Frauen können zusätzlich ihren Zyklus verfolgen. Alle Daten werden auf Wunsch auf einen einzigen Wert heruntergebrochen, den PAI (Personal Activity Intelligence). Liegt dieser bei 100 oder mehr, ist nach Meinung der GTS 2 Mini alles im grünen Bereich. Liegt er niedriger, kann man auf über 70 verschiedene Sportarten zugreifen und ein Training starten. Von den beliebtesten Aktivitäten wie Joggen oder Radfahren abgesehen werden dabei aber oftmals nur die Trainingsdauer und die Herzfrequenzdaten aufgezeichnet.

Schlaf-Tracking

Als Schrittzähler braucht sich die GTS 2 Mini dabei nicht vor der deutlich teureren Konkurrenz zu verstecken. Im Vergleich zur GTR 3 Pro und zur Garmin Fenix 3 HR lagen die Unterschiede im Bereich von wenigen Prozenten, was angesichts des Preises eine ziemlich gute Leistung ist. Die Überwachung des Ruhepuls entsprach ebenfalls der Konkurrenz. Bis hin zu den Inaktivitätswarnungen, wenn man mal wieder zu lange am Schreibtisch gesessen hatte.

Morgens warten einige ziemlich detaillierte Informationen zu den verschiedenen Schlafphasen und Empfehlungen für eine bessere Schlafqualität. Außerdem wird die Atmungsqualität im Schlaf gemessen – ein immernoch ziemlich seltenes Smartwatch-Feature, zumal in diesem Preissegment. Die Schlafzeiten stimmten ziemlich gut mit den tatsächlichen Werten überein.

Sport-Tracking

Laufen

Amazfit GTS 2 Mini

Amazfit GTR 3 Pro

Garmin Fenix 3 HR

Für das Sport-Tracking haben wir normales Lauftraining und Intervall-Läufe getestet. Beim normalen Laufen sind sich die drei Uhren bei fast allen Messwerten relativ einig – die Abweichungen beim Durchschnittspuls lagen bei gerade mal 2 Schlägen pro Minute. Laut der GTS 2 Mini war die Strecke aber fast 230 Meter länger, während die anderen beiden Modelle bis auf 10 Meter die gleiche Entfernung zeigten.

Intervall-Laufen

Amazfit GTS 2 Mini

Amazfit GTR 3 Pro

Garmin Fenix 3 HR

Beim Intervall-Laufen liegen die Herausforderungen deutlich höher – die Sensoren müssen mehrfach auf Änderungen fast aller Parameter reagieren. Was die Herzfrequenzen angeht, bekommt die GTR 3 Pro das Tracking sehr gut, die Fenix 3 HR gut und die GTS 2 Mini durchschnittlich hin. Die zurückgelegte Strecke unterscheidet sich dagegen nur um 30 Meter und die Pace wird ebenfalls von allen Modellen genau erfasst.

Smartwatch-Funktionen

Für eine vollwertige Smartwatch fehlen der GTS 2 Mini einige der Funktionen der GTS 2 und 2E. Es gibt keinen Musikplayer, keinen intelligenten Offline-Assistenten und keine Möglichkeit, Anrufe über Bluetooth zu tätigen. Dafür kann man seine Benachrichtigungen abrufen. Darauf reagieren ist dagegen nicht möglich und einige sind so eingeschränkt, dass sie eher als Hinweise auf neue Nachrichten durchgehen. Das gilt besonders für E-Mails.

Wo Amazfit gute Arbeit leistet, sind Ziffernblätter. Es stehen über 50 zur Auswahl, von denen etwa 30 auch den Always-On-Modus unterstützen. Es gibt eine gute Mischung aus analogen und digitalen Optionen, von denen viele mit zusätzlichen Daten-Widgets angepasst werden können.

Zu den Smartwatch-Funktionen kommt man durch Drücken der physischen Taste an der Seite. Hier findet man Dinge wie Wettervorhersagen, die Musiksteuerung (auf die man auch während des Trainings zugreifen kann), die Kamera-Fernbedienung und die Weltzeituhr. Viele davon kann man als dedizierte Widgets auf das Hauptdisplay legen.

Die Optionen wurden zwar ein wenig abgespeckt, viel vermissen wird man aber nicht. Die Benachrichtigungsunterstützung ist ein wenig einfach, die Musiksteuerung, die Wetterdaten und die Ziffernblätter sind dagegen gut implementiert.

Akku

Wenig überraschend ist der 220 mAh-Akku der GTS 2 Mini kleiner als bei der GTS 2 und GTS 2E. Amazfit verspricht eine Laufzeit von 7 Tagen bei starker Nutzung. Die Angabe gilt inklusive kontinuierlicher Herzfrequenzüberwachung, Überwachung der Schlafatmung, Stressüberwachung und der Verwendung von GPS für drei 30-minütige Trainingseinheiten pro Woche.

Interessanterweise gibt Amazfit an, dass die Akkulaufzeit bei Personen mit dunkler Hautfarbe kürzer ausfällt. Das liegt daran, dass der optische Sensor auf dunkler Haut härter arbeiten muss, um Messwerte für die Herzfrequenz oder den Blutsauerstoff zu bekommen. Das Problem ist bei Wearables weit verbreitet und hängt mit der Verwendung von Sensoren auf Basis von grünem Licht zusammen. Es gibt aber keinen Hinweis darauf, wie viel schlechter die Akkulaufzeit ausfällt.

Die typische Nutzungsdauer wird mit 14 Tagen angegeben, wenn man die Schlafüberwachung deaktiviert. Bis zu 21 Tage sind möglich, wenn man zusätzlich auf Bluetooth und die kontinuierliche Herzfrequenzüberwachung verzichtet.

Nach unserer Erfahrung hält die GTS 2 Mini mit allen Funktionen außer dem Always-On-Moduls und 2-3 Stunden Lauftraining maximal fünf Tage durch. Im Tagesschnitt gingen rund 20% Akku verloren, bei einer Stunde Laufen etwa 10-15%. Fährt man die Nutzung zurück, sind sieben Tage überhaupt kein Problem. Möchte man eine noch längere Akkulaufzeit, kann man die Amazfit-Smartwatch aber nicht mehr wirklich als solche bezeichnen.

Beim Aufladen wird dasselbe Ladekabel wie bei den anderen GTS 2-Uhren verwendet, welches sich magnetisch mit der Rückseite des Gehäuses verbindet. Die Ladezeit von 0-100% lag regelmäßig recht genau bei 2 Stunden.

Fazit

7.8Bewertung
Test-Fazit Amazfit GTS 2 Mini

Im Test punktete die Amazfit GTS 2 Mini mit einem guten Display, diversen Funktionen und einem sehr guten Preis.

Design / Ergonomie
7
Display
8
CPU / Leistung
7.5
Akku
8.5
Pro
  • gutes AMOLED-Display
  • diverse Smartwatch-Funktionen
  • über 70 Sportarten
  • lange Akkulaufzeit
  • sehr guter Preis
Kontra
  • Akkulaufzeit kürzer als erwartet
  • Mails schwer lesbar
  • keine Antworten auf Nachrichten

Die Amazfit GTS 2 Mini konnte im Test als Smart- und Fitnesswatch zu einem sehr günstigen Preis voll überzeugen. Sogar ein hochwertiges AMOLED-Display haben die Chinesen noch untergebracht und das Schlaftracking funktionierte ebenfalls gut. In Sachen Preis/Leistung ist die Mini aktuell konkurrenzlos. Wer aber einen Musikplayer, Zahlungen am Handgelenk, Apps oder intelligente Assistenten sucht, wird mit der GTS 2 Mini möglicherweise nicht glücklich.

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