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Sony WF-1000XM4: Kleinere Form, LDAC und bessere Geräuschunterdrückung

Sony hat seine neuesten TWS-Ohrhörer vorgestellt, die WF-1000XM4. Im Vergleich zum Vorgänger soll alles besser geworden sein, was unter anderem auf den leistungsfähigeren Sony V1-Chip zurückzuführen ist. Die Ohrhörer selbst haben ein neues Design bekommen, das eine bessere Audioqualität und eine verbesserte Geräuschunterdrückung bringen soll.

Sony WF-1000XM4

Auf jeden Fall sind die WF-1000XM4 die ersten TWS-Ohrhörer weltweit, die Hi-Res-Audio per LDAC-Codec unterstützen. Sagt zumindest Sony. LDAC überträgt bis zu dreimal mehr Daten im Vergleich zu normalem Bluetooth-Audio. Die DSEE Extreme-Funktion verwendet künstliche Intelligenz, um komprimierte Audio-Dateien zu „nahezu Hi-Res-Qualität“ hochzuskalieren. 360 Reality Audio wird ebenfalls unterstützt, was die Aufzeichnung von Live-Konzerten verbessern soll.

Der leistungsstärkere V1-Prozessor bringt in Sachen ANC laut Sony vor allem bei hohen Frequenzen Vorteile. Insgesamt sollen 40% geringere Geräuschpegel im Vergleich zur XM3-Generation möglich sein. Die neue automatische Winderkennung schaltet automatisch die Teile der Software hinzu, die sich aktiv um die Reduzierung von Windgeräuschen kümmern. Der V1-Chip vereint erstmals bei Sony Bluetooth und ANC. Bei der XM3-Generation wurden diese Funktionen noch von zwei unterschiedlichen Chips verarbeitet. Der neue Chip hat außerdem neu gestaltete Antennen mit geringer Latenz bekommen.

Sony WF-1000XM4

Sony hat verbesserte 24 Bit-Verstärker verbaut und die Treibereinheiten mit 20% größeren Magneten ausgestattet. Die Membranen selbst wurden ebenfalls überarbeitet.. Sie sind flexibler geworden, wodurch sie bei niedrigeren Frequenzen ein besseres Unterdrückungssignal erzeugen können. Gleichzeitig sorgt das natürlich auch für besseren Bass.

Neben der aktiven Geräuschunterdrückung verfügen die WF-1000XM4 auch über eine bessere passive Geräuschisolierung. Diese wird in erster Linie durch neue Polyurethanschaumspitzen erreicht, die zur Geräuschdämmung beitragen. Außerdem können die Ohrhörer feststellen, wie gut sie in den Ohren sitzen. Auf Wunsch gibt es dazu direkt Feedback und eine Anleitung per App für optimale Ergebnisse.

Sony WF-1000XM4

Das Pairing mit Android und Windows 10 wurde auch überarbeitet. Die WF-1000XM4 können erkennen, wenn man spricht, Musik automatisch pausieren und Umgebungsgeräusche aktivieren. Auf diese Weise kann man andere Personen im realen Leben deutlich hören, ohne die Ohrhörer herauszunehmen. Sony nennt das „Speak-to-Chat“. Für Sprachanrufe verfügt jeder Ohrhörer über ein Paar Beamforming-Mikrofone und einen Sensor, der die eigene Stimme auch in lauten Umgebungen deutlich aufnehmen soll. Möchte man stattdessen mit einem digitalen Assistenten sprechen, verstehen sich die Buds ausgezeichnet mit Alexa und dem Google Assistant.

Bei der Akkulaufzeit hat sich auch etwas getan. Bis zu 8 Stunden Wiedergabe mit aktivierter Geräuschunterdrückung oder 12 Stunden ohne verspricht Sony. Das neue, kleinere Case kann die Buds zweimal aufladen, was eine Gesamthörzeit von 24 Stunden ergibt. Wenn der Akku leer ist, reichen 5 Minuten Ladezeit für 60 Minuten Spielzeit. Zusätzlich zu USB-C funktioniert auch kabelloses Qi-Laden, zum Beispiel von einem Handy, welches Reverse Charging unterstützt. Die neuen Ohrhörer sind IPX4-zertifiziert, das heißt sie sind gegen Regen geschützt.

Die Sony WF-1000XM4 sind ab sofort für 280 Euro in Silber oder Schwarz käuflich zu erwerben. Wem das zu teuer ist – die älteren XM3 werden mit der Markteinführung des Nachfolgers auf 200 Euro reduziert.

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Sony
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