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GPD Win 3: Handheld-Gaming-PC mit Windows 10

Ein neuer Gaming-PC bekommt aktuell durch eine Crowd-Funded-Kampagne Aufmerksamkeit. Mit 799 US-Dollar ist der GPD Win 3 als tragbarer Gaming-PC mit Windows 10 und einem in die Hardware integrierten Gamepad auch nicht teurer als viele Oberklasse-Smartphones. Unter dem 5,5 Zoll-720p-Display befindet sich eine Tastatur, die sich unter dem Display herausschieben lässt. Ein voll integriertes Gamepad mit zwei Joysticks, vier Triggern, einem Steuerkreuz und vier Aktionstasten ist ebenfalls an Bord.

GPD Win 3: Handheld-Gaming-PC mit integriertem Controller und ausziehbarer Tastatur

Lüftungsöffnungen an der Rück- und Oberseite sollen die Hardware kühl halten. Es gibt auch einen USB-A-Anschluss, einen Netzschalter, eine Kopfhörerbuchse und ein eingebautes Mikrofon. Unten finden Sie die Lautsprecher und einen USB-C Thunderbolt 4.0-Port. Schließlich gibt es zwei anpassbare Tasten auf der Rückseite der Controller-Griffe, die auch Vibrations-Feedback geben können.

Das Design der Hardware scheint vom Klassiker Sony Vaio VGN-UX inspiriert zu sein. Der Vaio-Handheld-PC von Sony kam 2006 auf den Markt – ein Jahr vor dem ersten iPhone. Er lief mit Windows XP und hatte alle erdenklichen Funktionen, einschließlich eines Mobilfunkmodems für mobiles Internet an Bord. Das hatte zur damaligen Zeit seinen Preis: Die Sony VGN-Serie kostete rund 2.000 US-Dollar, trotzdem war die Arbeitsgeschwindigkeit katastrophal langsam.

Sony Vaio VGN-UX

Der GPD Win3 dürfte deutlich besser für moderne PC-Spiele gerüstet sein. Das Gerät wird mit dem neuesten Intel Core i5 (2,4 – 4,2 GHz) oder i7 (2,8 – 4,7 GHz) der 11. Generation betrieben. Satte 16 GB LPDDR4-RAM werden mit 1 TB internem PCIe 3.0-SSD-Speicher gepaart. Er verfügt über eine Intel Xe-GPU, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.0 und Unterstützung für eine microSD-Karte. Die Stromversorgung übernimmt ein 65 Watt-Ladegerät. Die Akkulaufzeit sinkt bei grafisch aufwändigen Spielen problemlos auf 2 bis 3 Stunden. Bei mäßiger Nutzung sollen 6 bis 8 Stunden möglich sein, bei leichter Nutzung sogar 11 Stunden.

GPD Win 3 mit Docking-Station

Spiele können im Handheld-Modus auf dem 720p-Display gespielt werden. Oder man nutzt die Docking-Station mit diversen Anschlussmöglichkeiten: Das Dock bietet Unterstützung für ein externes Display über HDMI 2.0b, 1 Gbit/s Ethernet, dreimal USB-A und einmal USB-C. Mit dem integrierten Intel Iris Xe-Grafikprozessor sollten auch die neuesten Triple-A-Spiele mit 60 fps laufen – die gleiche Bildwiederholfrequenz, bei der das Display begrenzt wird.

Das Konzept ist interessant und der Preis scheint angemessen, aber da es sich um ein Crowdfundig-Projekt auf Indiegogo handelt, bleibt die Qualität des Endprodukts noch abzuwarten. Unter dem Quelllink finden Sie die vollständigen Spezifikationen und Benchmark-Tests des Win 3.

Fotos
Sony
Quelle
www.indiegogo.com

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