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Qualcomm stellt Snapdragon 778G+, 695, 680 und 480+ vor

Qualcomm hat gerade vier neue Chipsätze vorgestellt, bzw. zwei neue Chipsätze und zwei Plus-Versionen aktueller Chips. Der Fokus liegt hauptsächlich auf 5G, obwohl es eine neue 4G-Variante gibt. Außerdem nutzen drei von vier einen modernen, aber günstigen 6 Nm-Knoten.

Snapdragon 778G+

Der ursprüngliche Snapdragon 778G erwies sich als sehr beliebt bei den Premium-Handys der Mittelklasse. Der neue 778G+ dürfte diese Tradition fortsetzen. Er wird nach wie vor in einem 6 Nm-Prozess hergestellt, wurde jedoch überarbeitet, um höhere Taktfrequenzen zu ermöglichen.

Der Kern des Kryo 670 Prime läuft nun mit 2,5 statt 2,4 GHz. Darüber hinaus wurde auch die Adreno 642L GPU aufgewertet und verspricht eine um 20% höhere Leistung. Der Rest ist wie bisher, also unter anderem ein X53 5G-Modem für bis zu 3,7 Gbit/s Downlink und 1,6 Gbit/s Uplink sowie ein Triple IPS namens Spectra 570L.

Snapdragon 695

Der Snapdragon 695 ist der Nachfolger des Snapdragon 690, diesmal mit mmWave 5G-Unterstützung, die dem 690 fehlte. Das Ganze sollte den neuen Chip für Provider mit mmWave-Netzwerken interessant machen, aber es gibt auch einige anständige Leistungssteigerungen.

Der Snapdragon 695 bietet 15% mehr CPU- und bis zu 30% mehr GPU-Leistung. Das liegt daran, dass er auf die neueren CPU-Kerne Kryo 660 (vs. 560 für den älteren Chip) und die Adreno 619 (vs. 619L) setzt. Ein weiterer wichtiger Teil der Upgrades ist der Knoten – der neue Chip wird ebenfalls in 6 Nm gefertigt statt 8 Nm beim Vorgänger. Dementsprechend besser sollte auch die Energieeffizienz ausfallen.

Snapdragon 680

Der Snapdragon 680 verfügt nur über ein 4G LTE-Modem, setzt aber ebenfalls auf 6 Nm-Knoten. Er verwendet jedoch Kryo 265-CPU-Kerne, die vermutlich aktualisierte Versionen der Kryo 260-Kerne sind. Diese wurden zuletzt im Snapdragon 662 verwendet, einem 11 Nm-Chip. Die Adreno 610 GPU ist ebenfalls identisch.

Die Kameras werden von einem dreifachen ISP, einer Spectra 346, versorgt. Dreifach-ISPs sind außerhalb von High-End-Designs ziemlich selten. Sie ermöglichen es dem Chipsatz, Bilddaten von drei Kameras gleichzeitig zu verarbeiten.

Snapdragon 480+

Der ursprüngliche Snapdragon 480 war Qualcomms erster Chipsatz der 400er-Serie mit einem 5G-Modem, was ihn bei den günstigeren 5G-Handys zu einem alltäglichen Anblick machte. Der neue teilt viele der alten Features, läuft aber schneller. Es handelt sich immer noch um einen 8 Nm-Chip mit relativ alten Kryo-460-CPU-Kernen und einer Adreno 619-GPU. Allerdings läuft der Prime-Kern nun mit 2,2 GHz (vorher 2,0 GHz) und die GPU wurde ebenfalls etwas heraufgetaktet.

Der Chip kann 1080p+-Displays mit bis zu 120 Hz ansteuern, während der Snapdragon 680 nur 90 Hz schafft. Und dann ist da noch die Konnektivität der nächsten Generation – das X51-Modem des 480+ unterstützt sowohl Sub-6- als auch mmWave-5G-Netzwerke.

Qualcomm Snapdragon 778G+ 695 680 480+

HMD Global, die aktuelle Heimat von Nokia-Handys, interessiert sich für den Snapdragon 480+ und hatte den ursprünglichen 480 bereits in mehreren Modellen verwendet. Oppo scheint den Snapdragon 695 wegen der zusätzlichen mmWave-Unterstützung im Auge zu haben. Xiaomi bekundete Interesse am 695 und am Snapdragon 778G+.

Wann wir mit den ersten Geräten mit den neuen Chipsätzen rechnen können, ist noch unklar. Die Plus-Modelle setzen im Wesentlichen auf die gleiche Hardware, daher sollten sie vor den komplett neuen Designs auf den Markt kommen. Neben den oben genannten Herstellern dürften die neuen Chipsätze auch bei Motorola, Vivo und Honor zum Einsatz kommen.

Fotos
Qualcomm
Quelle
www.qualcomm.com
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