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Sony Xperia Pro-I bringt 1,0 Zoll-Sensor mit variabler Blende

Sony hat das neue Xperia Pro-I vorgestellt. „I“ steht für „Imaging“ beim ersten Xperia-Smartphone außerhalb Japans, das einen 1,0 Zoll-Kamerasensor mit Phasenerkennungs-Autofokus bietet. Der Sensor stammt direkt aus der beliebten Kompaktkamera RX100 VII, wurde jedoch „für ein Smartphone optimiert“. Das bedeutet, dass das Xperia Pro-I einen großen Teil dieses Sensors (aber nicht den gesamten) verwendet, um 12 Megapixel-Bilder aus 2,4 µm großen Pixeln zu erzeugen. Das sind etwa 20% mehr Pixel als beim iPhone 13 Pro Max und ungefähr die gleiche Größe wie bei der Hauptkamera des Galaxy S21 Ultra. Obwohl nicht die volle 1,0 Zoll-Sensorfläche genutzt wird, hat das Xperia Pro-I einen riesigen Sensor, der nur vom Xiaomi Mi 11 Ultra mit seinen 2,8 µm großen Pixeln übertroffen wird.

Sony Xperia Pro-I

Vor diesem Exmor RS-Sensor sitzt ein Zeiss-beschichtetes, stabilisiertes 24 mm-Objektiv mit einer variablen Blende. Diese lässt sich von f/2,0 für geringe Schärfentiefe bis f/4,0 einstellen, wenn ein Maximum an Schärfe das Ziel ist. Zwei weitere 12 Megapixel-Kameras hat Sony im Xperia Pro-I verbaut: Einen 16 mm-f/2,2-Ultraweitwinkel und ein 50 mm-f/2,4-Tele mit zweifachem Zoom. Die Krönung wäre das 70-105 mm-Periskop mit variablem Zoom aus dem Xperia 1 III und Xperia 5 III gewesen. Die Kombination aus variabler Blende im Weitwinkel und variablem Zoom beim Tele scheint sich Sony aber für das nächste Flaggschiff aufzusparen.

Die Hauptkamera verfügt über Sonys Echtzeit-Augen-Autofokus, der sowohl Menschen als auch Tiere erkennt. Das Ganze funktioniert bei Standbildern und auch bei Videos. Das Xperia Pro-I kann ein Motiv dank 315 Phasendetektions-AF-Punkten über 90% des Bildfelds einfangen. Der Bionz X Bildsignalprozessor, der auch im Xperia 1 III und 5 III zu finden ist, übernimmt die Video- und Fotoverarbeitung im Xperia Pro-I.

Sony hat das Xperia Pro-I mit zwei physischen Auslösern ausgestattet. Es gibt einen zweistufigen Auslöser mit strukturierter Oberfläche und professioneller Dämpfung. Leicht drücken stellt ein Motiv scharf, ganz durchdrücken schießt ein Foto. Daneben liegt eine runde Taste, die in Sonys Videography Pro-App konfiguriert werden kann. Die App gibt Enthusiasten professionelle Kontrolle über Parameter wie Weißabgleich, Belichtung und Fokus. Videoparameter lassen sich in der Cinematography Pro-App einstellen. Dort findet man auch Sonys VENICE-Kinokamera-inspirierte Farbmodi und die Option, im Kino-Format 21:9 aufzunehmen.

Zusätzlich kann das Xperia Pro-I auch 4K-Videos mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde aufnehmen, was fünffacher Zeitlupe entspricht. Vlogger sollten sich einen speziellen Zubehör-Monitor ansehen. Das 3,5 Zoll große externe Display löst 1.280 x 720 Pixel auf und kann an der Rückseite des Xperia Pro-I befestigt werden.

Der Rest des Xperia Pro-I folgt dem Xperia 1 III. Ein 6,5 Zoll-4K-OLED-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz paart Sony mit einem Snapdragon 888-Chipsatz und 12 GB RAM. Der 512 GB-Speicher lässt sich über eine microSD-Karte erweitern. Der Akku hat eine Kapazität von 4.500 mAh und kann mit 30 Watt geladen werden. Das passende Ladegerät ist im Lieferumfang enthalten, genauso wie eine Tasche und ein USB-Kabel.

Der Verkauf des Xperia Pro-I startet im Dezember in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und den nordischen Ländern. Der Preis hat es in sich – 1.799 Euro ruft Sony auf. Der Vlog-Monitor kostet weitere 199 Euro und benötigt für das Xperia Pro-I für nochmal 89,99 Euro eine Backcover-Aufhängung.

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Sony
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