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OnePlus 9 und 9 Pro mit Hasselblad-Kameras und 120 Hz-Display offiziell vorgestellt

OnePlus hat seine neuen Flaggschiffe 9 und 9 Pro offiziell vorgestellt. Neben den Kamera-Funktionen mit dem neuen Partner Hasselblad und dem maßgeschneiderten Sony IMX789-Bildsensor waren auch die Displays und die neue Warp Charge 50 Wireless Charging-Technologie zentrale Themen bei der offiziellen Präsentation.

OnePlus 9 Pro

Zur neuen Hasselblad-Kamera gab es im Vorfeld fast täglich neue Details und Foto-Beispiele. Das OnePlus 9 Pro hat naturgemäß die leistungsstärkste Variante mit dem Sony IMX789-Sensor bekommen. Der Chip misst 1/1,43 Zoll mit 1,12 µm großen Pixeln, die Auflösung liegt bei 48 Megapixeln. Die neuesten Kameratechnologien sind an Bord, darunter Dual Native ISO, Digital Overlap HDR (DOL-HDR) und 2×2 On-Chip Lens (OCL). Optische Bildstabilisierung (OIS) ist da fast schon nicht mehr erwähnenswert. Der Sensor kann 12 Bit-RAW-Bilder produzieren. Der spezielle Hasselblad Pro-Modus der Kamera-App soll dabei helfen, Fotos möglichst natürlich aussehen zu lassen. 8K-Videos mit 30 fps sowie 4K mit 120 fps sind mit dem Hauptsensor ebenfalls möglich. Bei Schwarzweiß-Fotos hilft ein Extrasensor mit zwei Megapixeln.

Die Ultraweitwinkelkamera verfügt über einen weiteren Sony-Sensor, den 50 Megapixel starken IMX766. Der 1/1,56 Zoll-Sensor wird mit einem Freiformobjektiv gekoppelt, wodurch die Verzerrung in den Bildecken auf 1% reduziert werden soll. Das Freiformobjektiv hat außerdem ein neues Autofokus-System bekommen, mit dem man bis auf 4 cm an das Motiv herangehen kann. Wie beim Vivo X60, was heute auch vorgestellt wurde, fehlt aber ein Periskop-Objektiv. Stattdessen verbaut OnePlus ein Standard-Teleobjektiv mit 3,3-facher optischer Vergrößerung (77 mm). Der zugrunde liegende 8 Megapixel-Sensor hat 1,0 µm große Pixel und OIS.

Das neue Fluid Display 2.0 feiert mit dem OnePlus 9 Pro sein Debüt. Es handelt sich um ein 6,7 Zoll-LTPO-Panel, das bis zu 50% energieeffizienter arbeiten soll. Der Effekt beruht auf der Option, die Bildwiederholfrequenz stufenlos von 1 Hz (Text, Always-on-Display) bis zu maximal 120 Hz (Spiele) anzupassen. Die Auflösung liegt bei 1440p+. Das Display wird aus Samsungs neuen E4-AMOLEDs hergestellt und arbeitet nativ mit einer Farbtiefe von 10 Bit. Es verfügt über Umgebungslichtsensoren auf der Vorder- und Rückseite, so dass die Farbtemperatur automatisch angepasst werden kann. Die Arbeit hat sich gelohnt: Im Test bei DisplayMate gab es die Bestnote A+. Die maximale Helligkeit von 1.300 Nits ist ebenfalls rekordverdächtig. Die Bildwiederholfrequenz liegt bei 120 Hz, die Touch-Abtastrate bei 240 Hz.

OnePlus 9 Pro

Das OnePlus 9 Pro wird natürlich vom Snapdragon 888 in Kombination mit LPDDR5-RAM und UFS 3.1-Speicher befeuert. Cool Play, die Gaming-Lösung von OnePlus, ist auch an Bord. Sie basiert auf dem Kühlkonzept des 8T, kommt aber mit einer größeren Kühlkammer, dickeren Graphitplatten und mehr Kupferfolie. So soll mehr Wärme abgeleitet werden können. Standardmäßig sind 8 GB RAM und 128 GB Speicher verbaut, optional sind 12 GB / 256 GB möglich.

Neu ist auch die Ladetechnologie Warp Charge 50 Wireless. Das dazu passende kabellose Ladegerät ist separat erhältlich und integriert zwei Spulen, sodass man das 9 Pro vertikal oder horizontal laden kann. Eine komplette Akkuladung benötigt 43 Minuten. Hat man es aber wirklich eilig, greift man besser zum mitgelieferten Warp Charge 65T-Ladegerät. Damit geht so viel Saft durchs Kabel, dass man nach 29 Minuten bei 100% ankommt. Andere Geräte, die SB Power Delivery oder PPS unterstützen, lassen sich ebenfalls mit hohen Ladeströmen versorgen.

Das OnePlus 9 Pro hat einen Aluminiumrahmen, der zwei Glasscheiben miteinander verbindet. Die gebogene Front besteht aus Gorilla Glas, die Rückseite kommen mehrere Optionen in Frage. Neben Pine Green mit einem weichen, doppelschichtigen, matten Finish steht Morning Mist mit einem Farbverlauf von Silber zu Schwarz und Stellar Black mit einer matten Oberfläche zur Auswahl. Allen gemeinsam ist Schutz vor Staub und Wasser nach IP68.

OnePlus 9

Das OnePlus 9 bekommt eine weniger leistungsfähige Version der Hasselblad-Kamera. Das Hauptmodul wechselt zum älteren IMX689-Sensor, der aber immernoch 48 Megapixel auf 1/1,43 Zoll auflöst. 2×2-On-Chip Lens, Dual Native ISO und 12 Bit-RAW-Bilder sind aber auch hier möglich. DOL-HDR wird durch herkömmliches HDR ersetzt. Leider verzichtet OnePlus auch auf den OIS. Der 8K 30 fps-Modus bleibt an Bord, 4K 120 fps wird durch maximal 4K 60 fps ersetzt. Der Hasselblad Pro-Modus bleibt trotz Sensorwechsel erhalten.

Die gute Nachricht ist, dass die 50 Megapixel-Ultrawide-Kamera den selben IMX766-Sensor und das Freeform-Objektiv behält. Dementsprechend sind auch hier Makros bis 4 cm Motivabstand möglich. Die 2 Megapixel-Monochromkamera bleibt ebenfalls erhalten, das Tele-Objektiv dagegen fiel auch dem Rotstift zum Opfer. Beim Fluid Display kommt ein Modell der ersten Generation zum Einsatz. Das bedeutet, dass zwar 120 Hz Aktualisierungsrate möglich sind, das Display kann aber nicht vollautomatisch verschiedene Nutzungsszenarien adaptieren. Die Größe liegt bei nicht gebogenen 6,55 Zoll. Das AMOLED-Panel löst 1080p+ auf und bekam von DisplayMate ebenfalls die Note A+. Im Test überzeugte es ebenfalls mit HDR10+ und einer maximalen Helligkeit von 1.100 Nits.

Der Snapdragon 888-Chipsatz mit dem neuen Cool Play-Kühlsystem bleibt genauso an Bord wie LPDDR5-RAM und UFS 3.1-Speicher. Auch die Konfigurationsoptionen bleiben mit 8/128GB und 12/256GB die selben. Der 4.500 mAh-Akku ist ebenfalls schon bekannt, genauso wie das kabelgebundene Warp Charge 65T. Drahtloses Laden wird auch unterstützt, allerdings nur mit maximal 15 Watt. Das OnePlus 9 verfügt über einen glasfaserverstärkten Polymerrahmen mit einem neuen Metallic-Lack, der die Oberfläche glänzend aussehen lässt. Es stehen drei Farben zur Verfügung: Winter Mist (Violett), Arctic Sky (Blau) und Astral Black (Schwarz).

Beide OnePlus 9-Modelle verfügen über Stereolautsprecher mit Dolby Atmos und haben neue Vibrationsmotoren bekommen. Die Selfie-Kamera ist mit 16 Megapixeln, festem Fokus und Blende 1:2,4 auch identisch. Die Preise beginnen für das OnePlus 9 bei 700 Euro für 8/128 GB. 12/256 GB kosten 800 Euro. Das Pro-Modell beginnt mit 8/128 GB bei 900 Euro, für 12/256 GB werden 1.000 Euro fällig.

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