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Huawei Mate X2 offiziell vorgestellt

Huawei hat sein neuestes faltbares Flaggschiff vorgestellt, das Mate X2. Wie erwartet verfügt es über ein nach innen klappbares Design. Interessanterweise ist das foldable Smartphone keilförmig: In der Nähe des Kameramoduls ist es am dicksten und fällt dann auf schlanke 4,4 mm ab. Das Kameramodul ist zurecht so dick: Das Mate X2 ist das erste faltbare Handy mit einem Periskop-Objektiv.

Das innere Display misst stattliche 8 Zoll in der Diagonale und hat ein nahezu quadratisches Seitenverhältnis von 8:7,1. Die Auflösung liegt bei 2.480 x 2.200 Pixeln. Das äußere Display hat eine Diagonale von 6,45 Zoll und ein Seitenverhältnis von 21:9. Die beiden OLED-Panels haben eine Bildwiederholfrequenz von 90 Hz. Das interne Panel unterstützt DCI-P3-Farben, das äußere nicht. Dafür punktet das Äußere mit einer Touch-Abtastrate von 240 Hz gegenüber 180 Hz auf der Innenseite.

Der innere Bildschirm verfügt über die branchenweit erste „magnetisch gesteuerte nanooptische Schicht“. Heißt im Klartext: Es reflektiert mit 1,5% nur sehr wenig Licht. Das Samsung Galaxy Z Fold2 kommt auf einen Wert von 5%. Dafür hat das Mate X2 keine Oberfläche aus ultradünnem Glas bekommen. Das Scharnierdesign ermöglicht das nahtlose Schließen des Smartphones. Im Inneren bildet das OLED-Panel eine Tropfenform, um Faltenbildung zu minimieren.

Beim Scharnierdesign hat Huawei alle Register gezogen. Flüssigmetall- und Kohlefaserplatten auf Zirkoniumbasis kommen zum Einsatz, um das X2 möglichst leicht zu halten. Mit einem Gewicht von 295 g hat das so halb geklappt. Der größte Teil dieses Gewichts befindet sich jedoch auf Höhe des Scharniers. Daher kann man das faltbare Handy bequem mit einer Hand halten und schließen.

Die Quad-Kamera auf der Rückseite wurde gemeinsam mit Leica entwickelt. Die Hauptkamera löst 50 Megapixel mit einem 1/1,28 Zoll-RYYB-Sensor auf. Die Blende liegt bei 1:1,9. Optische Bildstabilisierung ist genauso am Start wie die Option, 4K-Videos aufzunehmen. Dank des zweiten Display kann man damit natürlich auch Selfies machen. Das 10-fach Periskop-Objektiv hat eine Blende von 1:4,4, OIS und einen 8 Megapixel-RYYB-Sensor. Es bietet 20-fachen Hybridzoom und bis zu 100-fachen Digitalzoom. Die Lücke dazwischen schließt ein 12 Megapixel-Sensor mit 3-facher optischer Vergrößerung, einer Blende von 1:2,4 und dem dritten Bildstabilisator. Ein Ultrawide mit 16 Megapixeln ist ebenfalls an Bord. Es taugt auch als Makrokamera mit mindestens 2,5 cm Abstand. Die genauen Brennweiten für die Objektive liegen bei 17 mm, 23 mm, 70 mm und 240 mm.

Es gibt nur eine Frontkamera, die sich auf dem sekundären Display befindet. Das bedeutet, dass das große innere Display frei von jeglichen Löchern und Kerben ist, somit aber auch nicht für Videoanrufe verwendet werden kann. Der Fingerabdrucksensor liegt an der Seite. Das Huawei Mate X2 wird mit dem Kirin 9000-Chipsatz betrieben. Im Gegensatz zu den konkurrierenden Snapdragon– und Exynos-Chips wird dieser in 5 Nm von TSMC produziert. Er verfügt über vier Cortex-A77-Kerne, von denen der schnellste mit 3,13 GHz läuft. Vier A55-Kerne übernehmen niedere Dienste, eine Mali-G78 MP24-GPU die Grafik.

Interessanterweise wird das Betriebssystem in den offiziellen Spezifikationen als EMUI 11.0 auf Basis von Android 10 geführt. Hinweise auf HarmonyOS sucht man vergeblich. Der Arbeitsspeicher liegt bei 8 GB RAM plus 256 oder 512 GB Speicher. Ein 5G-Modem ist auch an Bord. Huawei hat die Platzierung der Antenne sorgfältig ausgesucht, um unabhängig von der Verwendung des X2 guten Empfang sicherzustellen. Der 4.500 mAh-Akku wirkt für so viel Display leicht unterdimensioniert. Zumal er zwar schnell geladen werden kann, aber nur mit 55 Watt. Da sind diverse Konkurrenten schon deutlich weiter.

Das Huawei Mate X2 ist ab dem 25. Februar in China erhältlich. Die 256 GB-Version kostet 18.000 CNY (2.300 Euro), die 512 GB-Version 19.000 CNY (2.420 Euro). Zur Verfügbarkeit außerhalb Chinas machte Huawei bisher keine Angaben.

Quelle
consumer.huawei.com
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