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Test Tomtom gegen Navigon: Wer hat die beste mobile Navigation?

GPS-Handys dürften wohl einer der am schnellsten wachsenden Smartphone-Trends der letzten Monate gewesen sein. Mittlerweile findet sich eine unheimlich große Auswahl an GPS-fähigen Geräten, die passende Software ist jedoch oftmals nicht mit im Paket. Viele Geräte setzen zudem auf Google Maps, was jedoch online arbeitet und eine Datenverbindung benötigt. Spätestens im Ausland ist dann oftmals Schluss mit der Navigation. Hier kommen aktuelle Routenplaner ins Spiel, deren Daten komplett auf dem Handy gespeichert werden. Wir haben zwei der Marktführer getestet, Tomtom Navigator 7 und Navigon MobileNavigator 7. Die Bedienung erfolgt bei beiden intuitiv, übliche Funktionen wie das Aufrufen der zuletzt angesteuerten Ziele werden sowohl bei Navigon als auch bei Tomtom unterstützt. Glänzen konnte Tomtom zusätzlich mit der Funktion, als Ziel direkt einen Kontakt anzuwählen – oftmals ist ja die Adresse bereits mit in den Kontaktdetails gespeichert. Navigon bot die bessere navigationsinterne Steuerung – während der Fahrt liess sich sehr einfach auf umliegende Points of Interest zugreifen und den Routenverlauf dynamisch anpassen. Tomtom zeigt in Städten mittlerweile auch Gebäude an, die Navigon-Software tut dies nicht. Bei mehrspurigen Straßen gehen die Programme unterschiedliche Wege: Tomtom versucht stets, alle einzelnen Spuren auch anzuzeigen, die Orientierung des Nutzers findet immer direkt anhand der Karte statt. Bei Navigon hingegen ist die Straße immer als eine homogene Linie zu sehen und bei Abbiegesituationen auf mehrspurigen Verkehrswegen taucht am rechten Rand ein kleines Zusatzfenster auf, welches die einzelnen Spuren anzeigt. Das bietet zwar die bessere Detaildarstellung, es findet jedoch keine direkte Positionsangabe statt, auf welcher der Spuren man sich befindet. Bei Tomtom jedoch kommt das GPS teilweise an seine Grenzen, die eigene Position exakt mit einer der schmalen Spuren in Verbindung zu bringen. Ansonsten ist die Optik recht ähnlich, wirkte bei Navigon allerdings grundsätzlich etwas moderner. Ein gewaltiger Pluspunkt steht allerdings noch bei Tomtom zu Buche: Die Software ließ sich auch im Landscape-Modus betreiben, wodurch das Navigieren gleich nochmal soviel Spaß machte. Vor allem, wenn man ein einigermaßen großes Display sein Eigen nennt. Der Navigon MobileNavigator wechselte zwar auch die Ausrichtung, nutzte dann aber die ursprüngliche Fensterbreite im Portrait-Modus weiter. Es dürfte allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis dieses Problem entweder von Navigon oder der Windows Mobile-Community behoben wird. Bei der Berechnung der Routen kamen beide Programme zu ähnlichen Ergebnissen, allerdings mit sehr unterschiedlichem Tempo: Während der Tomtom-Algorithmus schon mal 15 Sekunden brauchte, um eine Route von etwa 400 Kilometern zu berechnen, schaffte Navigon die selbe Strecke oftmals in nicht einmal 3 Sekunden. Dies dürfte allerdings nur für Dauernutzer den Ausschlag geben. Test-Fazit Insgesamt taugen beide Programme hervorragend zur mobilen Navigation. Der Navigon MobileNavigator sieht etwas schicker aus, der Tomtom Navigator ist teilweise durchdachter. Für mich persönlich gibt der zusätzliche Landscape-Modus hier den Ausschlag für Tomtom, da das Navigieren beispielsweise im Auto hier einer vollwertigen Navigationslösung in nichts mehr nachstand – abgesehen nur von TMC-Empfang. Aber wer weiß, was die Hersteller als nächstes nachschieben.

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Knut
Knut
12 Jahre zuvor

Für mich reicht die normale Navigation im Portrait-Modus, daher entscheide ich mich für Navigon MobileNavigator. Tomtom sieht mir echt zu OldSchool aus!

Wernä
Wernä
11 Jahre zuvor

Nix! Tomtom sieht aus „my first gps“, Navigon ist deutlich besser designt und dadurch auch deutlich einfacher zu bedienen.

Max
Max
11 Jahre zuvor

Find Tomtom auch nicht schick, werd mal Navigon testen…

Heinzer
Heinzer
11 Jahre zuvor

Ich fahre jetzt schon seit einigen Jahren gut mit Tomtom, konnte mich noch nie beschweren…

Jens
Jens
10 Jahre zuvor

Ich hatte beide. Der TomTom war im Dauerbetrieb einfach zuverlässiger. Zwischenzeitlich hatte ich auch mal Route66, aber nach einem neuen Handy konnte ich die Karte dort nicht mehr freischalten lassen. Das Programm kann man wegen der Lizensierung voll vergessen.

TomTom ist bei mir weit vorne!

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