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Netflix steigt in Gaming ein: Start mit Handyspielen ohne zusätzliche Kosten

Netflix hat in seinem Finanzbericht für das zweite Quartal Details zu seinen Gaming-Plänen bekannt gegeben. Zunächst will man sich auf mobile Spiele konzentrieren und es wird keine Eintrittsbarriere geben – wer bereits ein Netflix-Abo hat, kann die Spiele ohne zusätzliche Kosten nutzen. Das Unternehmen verweist auf interaktives Fernsehen wie Black Mirror Bandersnatch und aktuelle Spiele wie Stranger Things.

Der erste Bericht stammte von Bloomberg und deutete darauf hin, dass Netflix ein ähnliches Modell wie Microsoft bei Xbox Cloud oder Google bei Stadia plant. Dabei läuft das Spiel auf einem Remote-Server und das Video wird an den Spieler gestreamt. Während die Streaming-Seite bereits abgedeckt wäre, hat Netflix bisher noch keine auf Spiele optimierte Server. Eine Alternative wäre ein Abonnementdienst wie Apple Arcade, bei dem das Spiel direkt auf dem Smartphone läuft.

Netflix hat sich noch nicht allzu ausführlich zum Thema geäußert:

„Wir befinden uns auch in der Anfangsphase der weiteren Expansion in Spiele, aufbauend auf unseren früheren Bemühungen um Interaktivität (z. B. Black Mirror Bandersnatch) und unseren Stranger Things-Spielen. Wir betrachten Spiele als eine weitere neue Inhaltskategorie für uns, ähnlich wie unsere Expansion in Originalfilme, Animationen und ungeskriptetes Fernsehen. Spiele sind im Netflix-Abonnement der Mitglieder ohne zusätzliche Kosten enthalten, ähnlich wie bei Filmen und Serien. Zunächst werden wir uns hauptsächlich auf Spiele für mobile Geräte konzentrieren. Wir freuen uns wie immer über unser Angebot an Filmen und TV-Serien und erwarten einen langen Weg an steigenden Investitionen und Wachstum in all unseren bestehenden Inhaltskategorien, aber da wir bereits seit fast einem Jahrzehnt eigene Formate produzieren denken wir, dass es an der Zeit ist, mehr darüber zu erfahren, wie unsere Mitglieder Spiele finden.“

Netflix Marktanteil USA

Netflix Marktanteil USA

Im Kerngeschäft von Netflix stieg der Umsatz im zweiten Quartal auf 7,3 Milliarden US-Dollar (plus 19% gegenüber dem Vorjahr) und es gibt 209 Millionen zahlende Abonnenten (+1,5 Millionen gegenüber 1,0 Millionen prognostizierten). Die operative Marge von 25,2% ist 3 Prozentpunkte höher als im Vorjahresquartal.

In den USA erwies sich Shadow and Bone als sehr beliebt und wurde in den ersten 28 Tagen von 55 Millionen Haushalten angesehen. Sweet Tooth schnitt mit 60 Millionen sogar noch besser ab. Serien ohne Drehbuch wie die Dating-Show Too Hot to Handle und das Reality-Programm The Circle konsumierten 29 bzw. 14 Millionen Haushalte.

Zack Snyders Film Army of the Dead wurde in den ersten vier Wochen von 75 Millionen Haushalten gestreamt. Das Prequel Army of Thieves kommt im vierten Quartal. Kevin Harts Fatherhood flimmerte über 74 Millionen Bildschirme, The Mitchells vs. The Machines über 53 Millionen. Netflix schnappte sich insgesamt 129 Emmy-Nominierungen, davon 24 für The Crown, 18 für The Queen’s Gambit und 12 für Bridgerton.

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