Social Media

TikTok führt Einschränkungen für Jugendliche ein

Soziale Netzwerke stehen immer wieder im Mittelpunkt polarisierender Diskussionen. Neben wirtschaftlichen Interessen spielen dabei regelmäßig auch die Politik und der Jugendschutz zentrale Rollen. Aufgrund seiner hohen Popularität trifft man dabei immer wieder auf TikTok, nicht selten auch vor verschiedenen Gerichtshöfen. Mit einer Reihe von Maßnahmen, die sich speziell an jugendliche Nutzer richten, will der chinesische Konzern mit Hauptsitz in Peking nun entgegenwirken.

Als ersten Schritt hat TikTok das Senden von Push-Nachrichten an Nutzer im Alter zwischen 13 bis 15 Jahren nach 21:00 Uhr deaktiviert. 16- und 17-Jährige bekommen ab 22:00 Uhr keine Push-Nachrichten mehr. Damit soll der soziale Druck, zeitnah auf Interaktionen zu reagieren, zumindest in den Abendstunden begrenzt werden. Laut TikTok haben Untersuchungen gezeigt, dass Jugendliche dem modernen Druck der sozialen Netzwerke viel stärker ausgesetzt sind als Erwachsene.

Darüber hinaus verschärft TikTok die Einschränkungen für private Nachrichten. In Ausweitung des bereits bestehenden PN-Verbots für Nutzer unter 16 Jahren wird nun auch bei Konten, die mit den Altersstufen 16 und 17 markiert sind, die private Nachrichtenübermittlung standardmäßig deaktiviert. Da man sie aber ganz einfach manuell in den Kontoeinstellungen wieder aktivieren kann, ist fraglich, wieviel diese Umstellung bringen wird.

TikTok Jugendschutz-Funktionen

Darüber hinaus gibt es neue Funktionen bei geteilten Medien: Videos von Nutzern unter 16 Jahren können nicht mehr auf dem offiziellem Weg über die Plattform heruntergeladen werden. Genau wie bei privaten Nachrichten wird die Funktion für 16- und 17-Jährige standardmäßig deaktiviert. Wenn ein Nutzer unter 16 Jahren ein Video auf TikTok posten möchte, kann er in einem neuen Popup außerdem auswählen, welche Nutzer das Video sehen können.

Das Problem bei den neuen Einschränkungen liegt auf der Hand. Nutzer müssen ihr tatsächliches, richtiges Alter eingeben, sonst funktioniert das System nicht. Außerdem plant Muttergesellschaft ByteDance für TikTok Gerüchten zufolge für nächstes Jahr einen Börsengang in Hongkong. Bis dahin möchte man seine Schäfchen möglicherweise auch aus Sicht potentieller Investoren im Trockenen haben.

Fotos
TikTok
Quelle
newsroom.tiktok.comthenextweb.com
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