Office

Gmail wird mit Spaces und Meet zum Slack-Konkurrenten

Google hat ein großes Redesign von Gmail mit einer Reihe neuer Produktivitätstools angekündigt. Die neuen Tools sollen auch in allen anderen Apps des Unternehmens wie Docs und Sheets funktionieren. Damit soll Gmail die zentrale Drehscheibe für die Planung von Projekten und die Zusammenarbeit mit anderen werden.

Google Gmail Spaces

Google Gmail Spaces

Die Idee ist, die separaten Produktivitäts-Apps von Google an einem Ort zusammenzubringen, wobei Gmail als Kommandozentrale dient. Das Update bringt Gmail mehr in Einklang mit Konkurrenten wie Slack und Microsoft Teams. Aber anstatt nur professionelle Nutzer anzusprechen, bringt Google die Funktionen in die Consumer-Version von Gmail.

Die Tools sind schon seit letztem Jahr für zahlende Kunden von Google Workspace verfügbar, der Produktivitätssuite des Unternehmens. Google sagte am Montag, dass die Tools für jeden mit einem regulären Google-Konto kostenlos verfügbar sein werden. Die größte Änderung ist das Hinzufügen einer Funktion namens Google Spaces. Das Tool funktioniert ähnlich wie Slack-Kanäle, die eine Zusammenarbeit in Echtzeit ermöglichen. In der Google-Version können Nutzer chatten, Dateien austauschen und in Google Docs Dokumente bearbeiten, ohne die Registerkarten zu wechseln.

In Anbetracht der Corona-Pandemie und der steigenden Verbreitung von Home Office-Arbeitsplätzen war dieser Schritt längst überfällig. „Wir arbeiten, leben und spielen oft an den gleichen Orten“, sagte Javier Soltero, Leiter von Google Workspace.

Die Zusammenführung der Consumer- und Business-Produkte von Google bedeutet auch, dass das Unternehmen seine Nutzerbasis zusammenführt. Google gab am Montag bekannt, dass mehr als 3 Milliarden Menschen seine Office-Produkte – einschließlich Gmail, Docs, Drive und Kalender – entweder in der kostenlosen Version oder als zahlende Geschäftskunden nutzen.

Das Unternehmen kündigte auch eine neue Funktion für Google Meet an, den Videokonferenz-Rivalen von Zoom. Ein neuer Companion-Modus, den Google letzten Monat auf seiner I/O-Entwicklerkonferenz vorgestellt hatte, soll Remote- und präsente Mitarbeiter bei gemeinsamen Besprechungen auf Augenhöhe bringen. Personen, die persönlich an einem Meeting teilnehmen, können den Companion-Modus auf ihren Smartphones aufrufen. Damit können sie auch die digitalen Funktionen in Google Meet nutzen, z. B. Handheben, Umfragen und Chat. Jede Person erhält auch ihre eigene Kachel im Besprechungsraster, anstatt alle Teilnehmer in einer Kachel zusammenzufassen.

Google kündigte außerdem einen neuen Abonnementdienst für kleinere Unternehmen namens Google Workspace Individual an. Der Plan richtet sich an einzelne Geschäftsinhaber, die Google-Produkte wie Gmail oder Drive verwendet haben, um ihr Geschäft aufzubauen, aber aufsteigen möchten, um auf einige der Premium-Funktionen des Unternehmens wie den Kundensupport zugreifen zu können.

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