Kommunikation

Facebook löscht weiteren Trump-Content

Facebook hat sich ein weiteres Mal zur Kontroverse um wahlpolitische Inhalte auf seiner Plattform geäußert. Man würde Inhalte aus dem wichtigsten sozialen Netzwerk und Instagram entfernen, die den Satz „Stop the Steal“ enthalten. Der Satz wird von Noch-Präsident Donald Trump und seinen Unterstützern verwendet, um unbegründete Behauptungen über Wahlbetrug zu verbreiten.

Im November schloss Facebook eine riesige Gruppe namens „Stop the Steal“ mit mehr als 364.000 Mitgliedern. Seitdem hat das Unternehmen Seiten als auch Gruppen wegen Verstoßes gegen seine Regeln entfernt. Ein Grund lag in der Anstiftung zu Gewalt. Facebook gab aber nicht an, wieviele solche Vorfälle vorkamen. In seltenen Fällen hat Facebook auch Trumps Konten auf seinen Plattformen auf unbestimmte Zeit gesperrt, nachdem am Mittwoch im US-Kapitol ein Aufstand mit mehreren Toten ausgebrochen war. Im Gegensatz zu Twitter hat das Unternehmen Trumps Konten noch nicht dauerhaft gesperrt, aber Sheryl Sandberg, COO von Facebook, sagte am Montag, das Unternehmen habe derzeit keine Pläne, das Verbot aufzuheben.

Trotz der Verschärfung seiner Haltung gegen Fehlinformationen hat Facebook versucht, falsche Behauptungen über Wahlbetrug zu bekämpfen. BuzzFeed News fand letzte Woche heraus, dass es auf Facebook mindestens 66 Gruppen gab, die mit dem Slogan „Stop the Steal“ verbunden waren. Die Entdeckung der Gruppen warf Fragen auf, wie gut das soziale Netzwerk seine Regeln durchsetzt oder gegen Fake News vorgeht.

„Es kann einige Zeit dauern, bis wir diesen neuen Schritt durchgesetzt haben, aber wir haben bereits eine beträchtliche Anzahl von Posts entfernt“, sagte Facebook im Blog-Post.

Soziale Netzwerke bereiten sich auf die Möglichkeit weiterer Gewalt vor der Amtseinführung des gewählten Präsidenten Joe Biden am 20. Januar vor. Das FBI warnte Berichten zufolge, dass derzeit bewaffnete Proteste „in allen 50 Landeshauptstädten vom 16. Januar bis mindestens 20. Januar und am US Capitol vom 17. bis 20. Januar“ geplant würden:

Facebook sagte, dass es Bedrohungen in seinem Integrity Operations Center bis zum 22. Januar in Echtzeit überwacht und darauf reagiert. Das Unternehmen hält auch das Verbot politischer Anzeigen aufrecht und arbeitet mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen. In der Woche der Einweihung wird Facebook News außerdem eine Zusammenfassung der Nachrichten als vertrauenswürdige Quelle hinzugefügt.

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Facebook
Quelle
about.fb.com/news

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