GPS / Navigation

Google Maps bekommt Stoßzeiten für ganze Viertel und Energiespar-Routen

Die Google I/O-Konferenz hat gestern begonnen. Direkt zum Start gab es diverse Ankündigungen, darunter auch eine zum Thema Google Maps. Die App wird in den kommenden Monaten eine Reihe interessanter Feature-Updates bekommen. Dazu gehören detaillierte Straßenkarten. Die Funktion wurde bereits im vergangenen August veröffentlicht. Bis Ende des Jahres kommen aber 50 weitere Städte dazu, darunter Berlin, Sao Paulo, Seattle und Singapur. Die neuen Karten richten sich in erster Linie an Fußgänger und Wanderer und zeigen neben Bürgersteigen, Zebrastreifen und Fußgängerinseln auch die Form und Breite von Straßen. Das soll bei der Auswahl der besten Wanderrouten helfen.

Google Maps

Außerdem plant Google stärker personalisierte Maps. Die Karten werden so angepasst, dass nur die relevantesten Orte basierend auf der Tageszeit und der Frage, ob man gerade unterwegs ist oder nicht, hervorgehoben werden. Das soll dabei helfen, die große Menge an Orten auf Maps zu filtern. Ist man beispielsweise in seiner Heimatstadt unterwegs, will man morgens um 8 statt Restaurants vielleicht lieber Cafés gezeigt bekommen. Befindet man sich in einer komplett neuen Stadt, werden lokale Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen auf Maps stärker hervorgehoben.

Als Nächstes erweitert Google die Reichweite der Funktion zu den Stoßzeiten. Bisher gab es an dieser Stelle nur Informationen zu einem bestimmten Ort. In Zukunft erhält man die Info für ganze Gebiete, zum Beispiel ob in einem Viertel oder einem Teil der Stadt mehr los ist als normalerweise. So sieht man in Maps sofort belebte Hotspots, die man vermeiden oder gezielt suchen kann.

Google Maps

Wenn man zu Fuß unterwegs ist und eine neue Nachbarschaft erkundet, kann man in Zukunft direkt von der Karte aus auf die Augmented Reality-Live-Ansicht springen. Außerdem sieht man Informationen zu den Geschäften und Restaurants in der Umgebung – Stoßzeiten, aktuelle Bewertungen und Fotos. Zu großen Kreuzungen werden Straßenschilder eingeblendet. Außerdem kann Live View auf Reisen den direkten Weg zum Hotel weisen.

Google Maps

Auch das ökologische Gewissen hat Google im Hinterkopf. Nähert man sich einer stark befahrenen Kreuzung, wird man auf Wunsch rechtzeitig zum Bremsen animiert. Zum Einen soll das Sprit sparen und die Umwelt schonen. Zum Anderen können diese Momente laut Untersuchungen des Virginia Tech Transportation Institute entscheidend für die Wahrscheinlichkeit eines Autounfalls sein.

Maps greift aber schon früher ein und berechnet die schnellste Route, die gleichzeitig die wenigsten harten Bremsmanöver erfordert. Ist die Ankunftszeit der berechneten Route mit anderen Routen identisch oder der Unterschied minimal, wird stattdessen diese Route vorgeschlagen. Laut Google kann man damit pro Jahr 100 Millionen Bremsmanöver auf mit Google Maps gefahrenen Strecken vermeiden.

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